Fibromyalgie-Übersäuerung –  Kann eine Entsäuerung Linderung bei FMS bewirken?

Fibromyalgie-Übersäuerung – Kann eine Entsäuerung Linderung bei FMS bewirken?

Denkt man bei Fibromyalgie-Übersäuerung an Säuren und Basen, befürchtet man gleich, sich mit chemischen Formeln beschäftigen zu müssen.
Doch für deine und meine Gesundheit ist es ganz einfach: Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt entsteht, wenn genug basische Stoffe vorhanden sind, um die sauren Stoffe zu neutralisieren! Ein Säure-Basen-Gleichgewicht liegt bei einem pH-Wert von 7 – 7,4.

Wie vermeiden wir Fibromyalgie-Übersäuerung und beeinflussen unser Gleichgewicht? Unsere Ernährung, Bewegungsverhalten, Schlafgewohnheiten haben einen wesentlichen Einfluss auf unser Säure-Basen-Gleichgewicht – und damit auch auf unser Wohlbefinden!

Säurebildner in der Ernährung:
• Fleisch und jede Art von Wurst
• Fisch und Meeresfrüchte
• Eier, Käse
• Getreideprodukte (besonders Weizen) wie Brot, Nudeln etc.
• Hülsenfrüchte
• Kaffee, Alkohol, Softdrinks wie Limonaden und Coca Cola
• Teesorten wie schwarzer, grüner, weißer Tee und Früchtetee
• Industriezucker
Was haben fast alle diese Lebensmittel gemeinsam? Sie besitzen eine hohen Eiweißgehalt – ein Haupterkennungszeichen säurebildender Lebensmittel. Eiweiß verstärkt die Säurebildung im Stoffwechsel.

Fibromyalgie-Übersäuerung und Bewegung

Jede körperliche Bewegung bringt eine Säurebelastung mit sich. Warum? Bereits nach 5 Min sinkt der PH- Wert unter 7 und es dauert ca 20 Min bis er sich wieder auf 7,4 neutralisiert. Das heißt, je intensiver wir Sport betreiben, umso saurer werden wir. Flüssigkeitsverlust und eine geringere Sauerstoffversorgung der Muskeln setzt Milchsäure und Ketonsäure frei. Werden diese Säuren nicht neutralisiert kommt es zu Muskelschmerzen und Krämpfen, sowie Schwächegefühlen.
Wenn du also Muskelschmerzen und Krämpfe bekommst, bist du schon übersäuert. Kannst du dem Vorbeugen? Ja. Basenreiche Ernährung wirkt dem entgegen.

Genügend Schlaf bei Übersäuerung und Fibromyalgie?

Wir wissen wie wichtig genügend Schlaf für uns ist. Ideal sind 8 Stunden Schlaf pro Tag. Ist es jedoch egal, wann wir Schlafengehen? Nein. Der Vormitternachtsschlaf ist nachgewiesen der Erholsamste. Nachts, wenn wir schlafen, arbeitet unser Stoffwechsel – die Leber entgiftet den Körper, Hormone die nur im Tiefschlaf aktiv werden, wie Somatotropin regulieren den Zucker-, Fett-, Eiweißstoffwechsel. Haut und Nervensystem fahren runter und erholen sich vom Alltagsstress. Die Frage ob Schlaf Säuren abbaut, kann also definitiv mit „Ja“ beantwortet werden.

Müdigkeit durch Übersäuerung

Was der Körper während des Schlafes für Funktionen übernimmt, haben wir betrachtet. Bei Müdigkeit spielen viele Faktoren zusammen. Vor allem kann ein andauernder Müdigkeitszustand das Resultat langanhaltender Entsäuerungsversuche deines Körpers bedeuten. Besonders als Fibromyalgie-Patienten hat unser Körper sensible Grenzen. Bekommen wir auf Dauer nicht genügend basische Energielieferanten, kann der Körper auch seinen Stoffwechselfunktionen nicht ordentlich nachkommen. Also versucht er das zu verwerten, was wir ihm zuführen. Wenn das ständig zu saure Nahrungsmittel sind, sinken automatisch deine Kraft und Energie. Der Körper braucht viel länger um ein Gleichgewicht herzustellen. Wir regieren mit Müdigkeit und Kraftlosigkeit.

Symptome der Übersäuerung und Symptome der Fibromyalgie – gibt es Gemeinsamkeiten?

Eine Übersäuerung des Körpers ist oft die Ursache oder Folge einer oder mehrerer Erkrankungen. Je länger der Körper schon übersäuert ist, desto weniger Puffersysteme besitzt er und umso mehr Probleme treten auf. Unsere Schmerzrezeptoren reagieren sehr empfindlich auf eine Übersäuerung. Kann unser Blut keine Säuren mehr speichern, werden diese abtransportiert. Ein Landeplatz für überschüssige Säuren ist das Bindegewebe. Das Bindegewebe speichert diese solange bis sie abgebaut werden. Dafür braucht es aber Mineralstoffe, welche besonders aus den Knochen und Muskeln gelöst werden. Fehlen diese Mineralstoffe, bekommst du Schmerzen, Muskelverhärtungen bis hin zu dauerhaften Schädigungen wie Arthritis und Osteoporose.

Verdauungsprobleme durch Übersäuerung bei Fibromyalgie

Zu den Verdauungsorganen gehören unter anderem der Magen und Darm. Gerade in diesem Bereich können bei zu saurer Ernährung Probleme auftreten wie: Krämpfe, Übelkeit, Durchfall und Verstopfung. Wenn wir unseren Magen z.B. mit zu viel säurehaltigen Speisen verwöhnen, schafft er es nicht mehr diese zu neutralisieren. Wir fangen an zu übersäuern. Säuren aus dem Zwölffingerdarm und ähnlichen verschlimmern diesen Zustand. Hält dieser Zustand länger an, können die Schleimhäute angegriffen werden. Hat man dann noch eine Immunschwäche, wie bei Fibromyalgie üblich, schafft der Körper es sehr schwer diese Entzündungen zu bekämpfen. Chronische Erkrankungen wie z.B. ein Reizdarm können die Folge sein.

Depressive Verstimmungen und Depressionen durch Übersäuerung

Jede Situation im Leben, ruft spezielle Prozesse im Körper hervor. Bei Stresssituationen z.B. werden vermehrt Hormone frei gesetzt, wie Kortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Diese wirken direkt auf Atmungs- Verdauungs- und Durchblutungsprozesse. Die Folge ist unter anderem zu wenig Sauerstoff im Körper und Nährstoffverluste der Nahrungsaufnahme. Der Teufelskreislauf setzt sich fort, indem wichtige Hormone wie Serotonin, das Glückshormon, nicht mehr ihre Wirkung erzielen. Das Ergebnis kann ein psychisch-mentaler Abstieg sein.

Dein besseres Verständnis über das Säure-Basen-Gleichgewicht trägt dazu bei, dass du dich bewusster ernähren kannst und dadurch besser fühlst. Versprochen. Ich selber finde es sehr schwierig auf vieles zu verzichten was ich gerne esse und trinke – aber das ich mich besser fühle ist es wert!

Wie machst du das? Welche Strategien oder Tipps hast du zu dem Thema?

FIBROMYALGIE-ERNÄHRUNG: Ist es egal was ich esse?

FIBROMYALGIE-ERNÄHRUNG: Ist es egal was ich esse?

Fibromyalgie-Ernährung ist ein Thema das uns alle bewegt. Jeder sieht das immer ein bisschen anders. Der eine schwört auf vegane Ernährung, jemand anderes schüttelt darüber den Kopf und sagt, Fleisch und tierische Protein seien wichtig für den Körper.

Was ist denn nun richtig? Kann ich essen was ich will?

Klar kannst du das…Ernährung ist eine persönliche Sache…aber auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. Und gerade bei Fibromyalgie kann die richtige Ernährung erwiesenermaßen dazu beitragen, dass es dir besser geht. Bei mir hat schon oft die falsche Ernährung einen Fibromyalgie-Schub ausgelöst.

Welche Ernährung löst einen Fibro-Schub aus und welche Ernährung tut mir gut?

Natürlich ist das alles auch sehr individuell zu sehen… der eine hat vielleicht tatsächlich mehr zusätzliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten als der andere. Aber es gibt einige grundsätzliche Regeln die die helfen, dass es dir besser. Teilweise sogar recht schnell innerhalb eines Schmerzschubes.

Welche Regeln können dir helfen eine ausgeglichene Fibromyalgie-Ernährung zu finden?

  1. Ess wenig bis gar kein tierisches Eiweiss. Versuche mal einige Wochen komplett auf tierisches Eiweiss zu verzichten. Ich kann die jetzt schon sagen, dass es dir nachweislich besser geht. Woran liegt das? Vor allem Fleisch hat eine Säure, die sich negativ auf deine Muskeln auswirkt. Dein Körper ist nicht mehr basisch… Die Folge: Schmerzen in deinen Muskeln. Ernährst du dich basisch, ohne Fleisch und sonstige tierische Eiweisse, geht es dir besser. Ganz einfach. Fällt es dir schwer auf Fleisch zu verzichten, dann konzentriere dich nur auf weisses Fleisch wie Geflügel und Fisch und lass rotes Fleisch weg.
  1. Probiers mal mit Glutenfrei. Ich bin da mal im Internet auf einen Erfahungsbericht einer Fibromyalgie-Patientin gestoßen, die bei einem Selbststest gemerkt hat, wie gut es ihr ging, als sie Gluten wegließ. Sie hatte natürlich auch einen Bluttest beim Arzt gemacht, aber sie hatte keine erhöhten Werte. Da hab ich mir gedacht, dass probiere ich auch mal aus. Der Bluttest war auch bei mir negativ. Aber schon nach einer Woche ohne Gluten, ging es mir erheblich besser. Ich war wacher, konzentrierter, nicht mehr so depressiv und gereizt…und ich hatte weniger Schmerzen. Mein Mann hat damals zu mir gesagt, er hat seine „alte“ Frau wieder. 😉 Seit 2 Jahren ernähre ich mich nun komplett Glutenfrei. Sündige ich, spüre ich das auch…und zwar sehr schnell. Warum geht es mir besser wenn ich Gluten weglasse? Das findet ihr in meinem Artikel Glutenunverträglichkeit – Nur ein Modetrend oder doch real?
  1. Der liebe Zucker... Ja, ich weiss das will niemand hören. Ganz ehrlich, mir fällt das auch sehr schwer…ich liebe alles was Zucker enthält…Schokolade, Kuchen, Gummibärchen. Aber leider ist es wirklich so, dass vor allem raffinierter Zucker unserem schon geschwächten Körper gar nicht guttut. Was gibt es für Alternativen? Stevia, Honig, brauner nicht behandelter Zucker. Auch hier kannst du einen Selbststest vornehmen und schauen, wie gut es deinem Körper geht, wenn du Zucker weglässt.
  1. Hast du Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Dann lass alles weg was du nicht essen darfst. Du unterstützt deinen Körper wenn du stark bleibst und ihn nicht mit Nahrung belastest, auf die er negativ reagiert. Ich habe zB eine Lactoseunverträglichkeit. Und ich muss ehrlich sagen, mir fällt das nicht leicht komplett auf Milch zu verzichten. Aber es geht mir einfach besser, wenn ich es weglasse….so ist das leider.
  1. Verzichte auf Genussmittel aller Art. Kaffee, Alkohol,..all das belastet deinen Körper enorm. Auch das ist für mich alles andere als easy. Ich liebe meinen Kaffee am morgen und mein Glas Wein am Abend. Wenn ich einen Fibromyalgie-Schub habe, lass ich das alles komplett weg und helfe so meinem Körper schneller ins Gleichgewicht zu kommen. Zudem versuche ich Alkohol nur am Wochenende zu trinken.

Das waren jetzt ein paar Tipps wie du dir und deinem Körper sehr schnell helfen kannst.

Nicht umsonst heisst es: Sag mir was du isst und ich sag dir wer du bist. Eine gute Ernährung ist absolut wichtig und unterstützt uns in unserem Kampf auf ein angenehmeres und schmerzfreieres Leben.

Hast du noch mehr Tipps? Dann immer her damit… 😀

Fibromyalgie & Gluten-Unverträglichkeit – nur ein Modetrend oder doch real?

Fibromyalgie & Gluten-Unverträglichkeit – nur ein Modetrend oder doch real?

In letzter Zeit wird oft darüber gesprochen, immer wieder hört man es…Gluten-Unverträglichkeit. Alle haben sie auf einmal. Dann gibt es aber noch Zöliakie.

Was ist denn überhaupt der Unterschied zwischen Zöliakie und Gluten-Unverträglichkeit?

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung des Dünndarms. Nimmt jemand der Zöliakie hat Gluten zu sich, entzündet sich die Darmschleimhaut. Sogenannte Zotten, die für die Aufnahme von Nährstoffen sind, bilden sich zurück. Im Körper stellt sich ein Mangel an Nährstoffen ein. Die Folge: Gewichtsverlust, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen..um nur ein paar Dinge anzuführen. Zöliakie ist nicht heilbar. Die einzige Lösung ist der volle Verzicht auf Glutenhaltige Lebensmittel. Dazu zahlen unter anderem Weizen, Roggen, Hafer, Dinkel, Gerste.

Wenn du diese Symptome bei dir feststellst, dann lass dein Blut auf Antikörper testen. Zusätzlich kann auch eine Gewebeprobe von deinem Darm entnommen. Diese werden nach Entzündungen untersucht.

Was aber, wenn ich alle diese Symptome habe, der Bluttest aber negativ ausfällt?

Dann hast du keine Zöliakie…aber du hast eventuell eine Gluten-Unverträglichkeit.

Die Gluten-Unverträglichkeit ist nicht unbedingt chronisch. Es gibt Erfahungsberichte von Patienten, die nach mehreren Monaten von Verzicht auf Gluten eine Verbesserung verspürten. Der Darm beruhigte sich und sie konnten wieder in Maßen Gluten genießen.

Auch bei mir wurden keine Antikörper im Blut gefunden. Allerdings geht es mir seit 2 Jahren ohne Gluten erheblich besser.

Warum kann ich das sagen?

Nun…mein Darm ist einfach entspannter. Fibromyalgie-Symptome wie Reizdarm, Kopfschmerzen und Magenschleimhautentzündung sind so gut wie nicht mehr vorhanden. Ich helfe dem Darm damit, indem ich kein Gluten zu mir nehme. Das wirkt sich natürlich auf alles aus. Er hat viel mehr Power. Mein Darm schenkt mir all die schönen Nährstoffe, die ich auch brauche.

Und das wiederum wirkt sich positiv auf meinen Alltag mit Fibromyalgie aus. 🙂 Und da ist ja unser gemeinsames Ziel, oder!?

Was hast du schon für Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht?