Fibromyalgie Schmerz Management

Fibromyalgie Schmerz Management

Chronischer Fibromyalgie-Schmerz ist nicht nur ein Zustand, es ist ein Full-Time-Job

Wenn du deine Erkrankung nicht bei jeder Aktivität berücksichtigst, wird sie es dir in der nächsten Nacht, dem nächsten Tag, oder sogar tage- und wochenlang heimzahlen. Den Schmerz zu managen, ist eine Art Kunst. Dazu gehört gute KRAFTEINTEILUNG und RUHEPAUSEN, denn das ist ein Schüssel, deinen Schmerz so weit wie möglich unter Kontrolle zu halten.

Der Schlüssel zu erfolgreichem Schmerzmanagement dreht sich größtenteils um deine Einstellung zu dem Schmerz. Negative Gedanken können dich von positiven Aktionen abhalten. Es ist schwer, dir selbst zu helfen, wenn du depressiv oder mit negativen Gefühlen gefüllt bist. Die Auswirkungen auf bestimmte Situationen sowie deine eigenen Reaktionen und Gedanken zu erkennen, kann dir helfen, zurechtzukommen.

Es gibt verschiedene Ansätze,… Entspannungstechniken, Schmerzeinteilung, bewusste Bewegungen, psychologische Techniken zur Überwindung negativer Gefühle und Reduzierung von Depression, freie Heilkunde und gesundes Essen (Genuss ist auch gut, sei nicht zu streng mit dir) kann dir alles helfen mit Schmerz zu leben und ihn zu bewältigen.

 

Schwankende Symptome und unberechenbarer Fibromyalgieschmerz

So wie deine Symptome unberechenbar variieren, so schwankt auch deine Möglichkeit, deinen Schmerz zu kontrollieren. Es kann an einigen Tagen unglaublich schwer sein, nach vorne zu schauen, aber ich schreibe hier um dir zu helfen, dein Leben mit Fibromyalgie zu meistern, sich mit dir an guten Tagen zu freuen und dich durch schlechte Tage zu tragen. Manchmal denke ich mir, keiner versteht mich. Ich kämpfe täglich mit einem Monster, das sonst keiner sieht. Manche stören sich vielleicht an der Unberechenbarkeit des Schmerzes, aber sie fühlen es ja auch nicht. Es ist viel störender für uns, die wir damit leben müssen. Ich kann nie im Voraus sagen, ob und wie schlimm der nächste Tag wird.

Folgende 4 Faktoren arbeiten gegen uns und sorgen für einen regelrechten Teufelskreis:

  • ENERGIE
    Mit deinen Schmerzen fertig zu werden, kostet dich Energie. Ein Mangel an Energie macht es dir schwerer, fit zu bleiben.
  • SCHLAF
    Schmerzen und Sorgen machen es schwer, gut zu schlafen. Fehlt dir Schlaf, wird der Schmerz schlimmer und kostet dich Energie.
  • AKTIVITÄT
    Schmerz und Kraftmangel machen es dir schwer, aktiv zu sein. Ein Mangel an Bewegungsübungen verschlimmert den Schmerz.
  • GEMÜT
    Chronische Schmerzen und die Grenzen, die sie dir setzen, können zu Depression, Wut und Angst führen. Diese Gefühle machen die Schmerzbewältigung schwerer.

 

Was ist Schmerz?

Zu verstehen, wie dein Körper Schmerz erfährt, kann dir helfen damit besser zurecht zu kommen. Menschen neigen dazu, den Schmerz, den sie fühlen, mit der betroffenen Körperpartie zu assoziieren. Eigentlich ist es aber nur ein Schmerzempfinden: Als Antwort auf eine Verletzung gibt der Körper elektrochemische Signale ab die durch Nervenstränge über das Rückenmark in unserem Gehirn ankommen, wo sie als Schmerzerfahrung abgespeichert werden. Es ist dein Gehirn und Nervensystem.

Wenn du dir zum Beispiel den Arm verletzt, ist der Schmerz nicht in deinem Arm, es ist ein Schmerzempfinden. Es sind spezielle Schmerzrezeptoren, die sich aktivieren, wenn du dich verletzt oder eine Verletzung möglich ist, zum Beispiel, wenn du dir die Haut geschnitten hast. Wenn das Hautgewebe tief genug eingedrückt wurde, feuern die Rezeptoren direkt eine Antwort ab. Dieser Impuls reist durch den Nerv ins Rückenmark und direkt ins Hirn und das alles innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde.

Schmerz kann ein aktues Signal sein, dass dir eine Verletzung anzeigt. Im oben genannten Fall sollte das Schmerzempfinden stoppen, sobald dein Arm geheilt ist, weil die Rezeptoren keinen Gewebeschaden oder eine potenzielle Verletzung mehr entdecken können. Das nennt man akuten Schmerz. Akuter Schmerz bleibt nicht bestehen, nachdem die Verletzung geheilt ist.

Bei Fibromyalgie feuern die Schmerzrezeptoren weiter Schmerzimpulse ab. Es mag gar keine physische Schmerzursache vorliegen, aber das Schmerzempfinden ist dasselbe als wenn es so wäre. Das macht es so schwer, chronischen Schmerz zu binden und damit umzugehen. Der Schmerz verursacht neue Verbindungen und Veränderungen in unserem Nervensystem, genannt Neuroplastik. Hier „lernt“ das Gehirn, Schmerzsignale immer weiter auszusenden. Das Gehirn kontrolliert die Nerven und sagt ihnen, wie sensibel sie sein sollen. Wenn es beunruhigt ist, fordert es „mehr Informationen“ von den peripheren Nerven, sodass sie mit mehr und mehr Schmerzimpulsen antworten um zu stimulieren, dass eigentlich kein physischer Grund für Schmerz existiert.

Nachrichten über den Schmerz gehen nicht nur zum Gehirn, sie gehen auch wieder zurück. Es ist diese Zwei-Wege-Funktionalität, die der Hauptunterschied zwischen früheren Überzeugungen über Schmerz und moderne Schmerzwissenschaft ist. Es gibt jetzt umfangreiche Beweise dafür, dass sich die peripheren Nerven physisch und chemisch verändern können.
Dies kann die Reaktion auf diese Hirnsignale, Gewebebedingungen oder beides sein. Deine Schmerzen werden nicht nur zunehmend „lauter“. Der Fibro-Schmerz „fühlt“ sich anders an – verändert sich.
Wir können nur fühlen was uns unser Gehirn uns erlaubt.
So können sogar „laute“ sensorische Botschaften fast nicht mehr zu hören sein das sie durch das zentrale Nervensystem gefiltert werden.
Umgekehrt können „ruhige“ sensorische Botschaften stark verstärkt werden, was die Intensität der Schmerzen, die du jetzt fühlst, verschlechtert. Die Qualität und Intensität der Schmerzerfahrung ist das Ergebnis all dieser neurologischen Filter.

Akuter Schmerz

Menschen neigen dazu, den Schmerz, den sie fühlen, mit der betroffenen Körperpartie zu assoziieren. Eigentlich ist es aber nur ein Schmerzempfinden: Als Antwort auf eine Verletzung gibt der Körper elektrochemische Signale ab die durch Nervenstränge über das Rückenmark in unserem Gehirn ankommen, wo sie als Schmerzerfahrung abgespeichert werden. Es ist dein Gehirn und Nervensystem.
Wenn du dir zum Beispiel den Arm verletzt, ist der Schmerz nicht in deinem Arm, es ist ein Schmerzempfinden. Es sind spezielle Schmerzrezeptoren, die sich aktivieren, wenn du dich verletzt oder eine Verletzung möglich ist, zum Beispiel, wenn du dir die Haut geschnitten hast. Wenn das Hautgewebe tief genug eingedrückt wurde, feuern die Rezeptoren direkt eine Antwort ab. Dieser Impuls reist durch den Nerv ins Rückenmark und direkt ins Hirn und das alles innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde.
Schmerz kann ein aktues Signal sein, dass dir eine Verletzung anzeigt. Im oben genannten Fall sollte das Schmerzempfinden stoppen, sobald dein Arm geheilt ist, weil die Rezeptoren keinen Gewebeschaden oder eine potenzielle Verletzung mehr entdecken können. Das nennt man akuten Schmerz. Akuter Schmerz bleibt nicht bestehen, nachdem die Verletzung geheilt ist.

Chronischer Schmerz

Bei chronischen Schmerzen ist das völlig anders. Hier kommen zahlreiche Wechselwirkungen zwischen dem äußerem Schmerz-Reiz und dem Schmerzsystem hinzu – sowohl auf körperlicher als auch auf psychosozialer Ebene. Deshalb ist auch die Behandlung von akuten Schmerzen anders als die von chronischen Schmerzen.
Bei Fibromyalgie feuern die Schmerzrezeptoren weiter Schmerzimpulse ab. Es mag gar keine physische Schmerzursache vorliegen, aber das Schmerzempfinden ist dasselbe als wenn es so wäre. Das macht es so schwer, chronischen Schmerz zu binden und damit umzugehen. Der Schmerz verursacht neue Verbindungen und Veränderungen in unserem Nervensystem, genannt Neuroplastik. Hier „lernt“ das Gehirn, Schmerzsignale immer weiter auszusenden. Das Gehirn kontrolliert die Nerven und sagt ihnen, wie sensibel sie sein sollen. Wenn es beunruhigt ist, fordert es „mehr Informationen“ von den peripheren Nerven, sodass sie mit mehr und mehr Schmerzimpulsen antworten um zu stimulieren, dass eigentlich kein physischer Grund für Schmerz existiert.
Nachrichten über den Schmerz gehen nicht nur zum Gehirn, sie gehen auch wieder zurück. Es ist diese Zwei-Wege-Funktionalität, die der Hauptunterschied zwischen früheren Überzeugungen über Schmerz und moderne Schmerzwissenschaft ist. Es gibt jetzt umfangreiche Beweise dafür, dass sich die peripheren Nerven physisch und chemisch verändern können.
Dies kann die Reaktion auf diese Hirnsignale, Gewebebedingungen oder beides sein. Deine Schmerzen werden nicht nur zunehmend „lauter“. Der Fibro-Schmerz „fühlt“ sich anders an – verändert sich.
Das ganze wird dadurch so koplex das wir nur fühlen was uns unser Gehirn erlaubt.
So können sogar „laute“ sensorische Botschaften fast nicht mehr zu hören sein da sie durch das zentrale Nervensystem gefiltert werden.
Umgekehrt können „ruhige“ sensorische Botschaften stark verstärkt werden, was die Intensität der Schmerzen, die du jetzt fühlst, verschlechtert. Die Qualität und Intensität der Schmerzerfahrung ist das Ergebnis all dieser neurologischen Filter.

Akuter Schmerz versus Chronischer Schmerz (Fibromyalgie-Schmerz)
Wir können also festhalten: Akuter Schmerz ist das Nebenprodukt von Gewebeverletzungen und anderen Körper-Schäden. Es ist der Schmerz, den wir fühlen, wenn Knochen gebrochen sind oder Sehnen zerrissen werden.
Chronischer Fibromyalgie-Schmerz, auf der anderen Seite, ist die Krankheit selbst! Es ist wie eine komplexe mathematische Gleichung bestehend aus: körperlichen, emotionalen, kognitiven, genetischen und anderen Umweltfaktoren, die zusammen irgendwie zu dem Endergebnis kommen, das uns in irgendeiner Weise verletzt, Tag für Tag..

Eigenschaften und Details von Chronischem Schmerz
Chronische Schmerzen können uns verändern. Sie verändern unser Verhalten, sogar unser Gehirn. Soweit das wir eine „andere Person“ werden können.
Die wahre Heilung erfordert eine erneute Verdrahtung dieser negativen Veränderungen in etwas Positives.
Man kann Veränderungen der Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung im Gehirn und bildlich darstellen.
Bestimmte Hirnregionen können eine „Überaktivität“ aufweisen. Diese Hirnareale können sich auch vergrößern.
Dann reagiert das Gehirn auf körperliche Schmerzreize „übertreiben“ im Vergleich zu Menschen, die keine chronische Fibromyalgie-Schmerzerkrankung haben. Auch scheinen „schmerzregulierende Gehirnzonen“, also Gehirnzentren, die das Schmerzempfinden dämpfen, sich abzubauen und damit inaktiver zu werden.
Dieses Missverhältnis zwischen „schmerzverstärkenden“ und „schmerzlindernden“ Arealen im Zentralen Nervensystem scheint die Ursache von chronischen Schmerzerkrankungen zu sein.
Was können wir tun um diesen Teufelskreislauf zu verlangsamen und vielleicht sogar zu stoppen?
Das ist nicht einfach. Aber machbar.

Behandlung von chronischem FS-Schmerz

Was wirkt generell schmerzlindernd?
Genrell, Lebenssituationen, in denen wir zufrieden, glücklich und entspannt sind. Auch wirken sich gute Beziehungen zwischen Menschen schmerzlindernd aus. Psychische Erkrankungen, wie Depressionen, Angststörungen und auch Traumatisierungen können Schmerzen im Körper auslösen. Es ist somit sinnvoll, die psychischen Belastungsfaktoren genauso ernst zu nehmen, wie die körperlichen Befunde.

Außerdem müssen wir lernen unseren Schmerz und unsere Angst zu minimieren. Als erstes müssen wir uns lernen besser zu entspannen und runter zu fahren. Das wirkt sich sofort auf unser überreiztes Schmerzempfinden aus.
Das Internet ist voll von allen möglichen Techniken und Therapien zur chronischen Fibromyalgie Schmerzbehandlung. Einiges davon ist sehr nützlich.
Die Techniken die ich nutze und gute Erfahrungen gemacht habe telle ich hier vor.
Die besten Ansätze sind gesamtheitlich: Bei diesen wird der ganze Mensch mit einbezogen. Dein Gehirn, dein Körper und deine Seele / Geist.

Lerne Deine Grenzen (Pacing)

Erfolgreiches Schmerzmanagement beginnt damit das du deine Grenzen kennen und akzeptieren lernst.
Es ist eine Kunst die richtige Dosis Aktivität und Bewegung zu finden: Sitzen, Stehen, Gehen, Sport etc.
Dann musst Du auch noch einschätzen ob es ein guter, schlechter oder mittelmäßiger Tag ist.
Wenn du deine Grenzen kennst und beachstest bist du wesentlich konstanter, ausgeglicherner und hast weniger Rückschläge.
Ansonsten überforderst du dich an einem guten Tag und bekommst dann die Rechnung und bist danach für mehrere Tage ausgenockt. Das fällt mir auch immer noch schwer. Vor allem mich selber zu aktzeptieren und dasauch meinem Umfeld verständlich zu machen.
Klar – manche Dinge oder Termine kann man nicht aufschieben. Eine weitere ehrausforderung ist

Aber! Wenn du es schaffst deine Grenzen zu studieren und daraus einen Plan abzuleiten bist du viel erfolgreicher.
Zum Bsp:
– Schlechter Tag = 10 Min aktiv // 1 Stunde Pause
– Mittelmäßiger Tag = 20 Min aktiv // 45 Min Pause
– Guter Tag = 45 Min aktiv // 20 Min Pause
So machst Du Deine Aktivität nicht von deinen Schmerzen abhängig sondern von deinen Erfahrungswerten gepaart mit einem Plan!
So kannst du dich langsam steigern und besser kontrollieren. Das ist viel besser als unkontrolliert mal Vollgas zu geben und dann wieder mit Rückschlägen zu kämpfen.
Deine Pausen kannst Du gut nutzen um aktiv zu relaxen: Gymnastik, Dehnen, Natur genießen, Mit Freunden chatten, Musik hören oder was immer dich wirklich entspannt.
Dein Fibro-Schmerztagebuch

Ein anderes mächtiges Werkzeug ist dein eigenes Schmerztagebuch. Warum?
Gründe:
– Möglichkeit deine Gedanken und Gefühle auszudrücken, festzuhalten und später zu analysieren und daraus Strategien und Taktiken abzuleiten.
– Muster erkennen die den Schmerz auslösen
– Klarer sehen wie sich dein Schmerzempfinden verhält und verändert.
– Hilft deinem Umfeld, deinem Dok oder Therapeuten dich besser zu verstehen.
– Du hast eine bessere Dokumentation deiner Fibromyalgie.
– Dadurch das du deine Gefühle zu Papier bringst fühlst du dich emotional ausgeglichener.
– Besser verstehen welche Behandlung wirkt und welche nicht.
Es wird oft gesagt das der Fibromyalgie Patient die wichtigste Person bei der Schmerztherapie ist.
Je detaillierter du Daten festhälst desto besser die mögliche Therapie. Ein weiterer sehr wichtiger Grund für ein Fibromyalgie Tagebuch ist die Kontrolle die du damit hast.
Du nimmst dein Schmerz-Management, deine Fibromyalgie, dein Leben wieder etwas mehr selber in die Hand. Das gibt dir ein stärkeres Gefühl der Sichrheit und Kontrolle.

Aber immer mit der Ruhe! Es macht wenig Sinn, jedes Mal wenn Du Schmerzen hast ausführliche Notizen zu maechen.
Am besten versuchst Du mal eine Woche detailliert festzuhalten. Jeden Tag 2-3 Einträge. zB über Dein Empfinden, Gedanken und Gefühle am Morgen, Mittag und Abend. So machst Du regelmäßige Einträge und nicht nur wenn Du eine Fibromyalgie Attake hast.
Dann schaust Du es Dir nach 3 Monaten zb an und merkst recht schenll was sich verändert hat.

Ziele, Steine und Sand

Wahrscheinlich hat Du ja schon eine Strategie entwickelt um am besten mit deinen Schmerzen zurecht zu kommen.
Das ist wichtig und richtig. Trotzdem ist es wichtig sich von Zeit zu Zeit neue Ziele zu setzen.
Mache Dir eine Liste von drei Sachen, die Du erreichen möchtest. Auch wenn sie so einfach sind wie „selber eine Tasse Tee machen“. Egal wie lächerlich das für andere klingen mag. Deine Ziele sind DEINE Ziele. Keiner außer Du selbst kann beurteilen, was du zurzeit schaffen kannst und was nicht.
Andere Ziele, wie „einen Freund besuchen“ müssen vielleicht geplant werden.
Was ist am wichtigsten für Dich? Darum kümmerst du dich wahrscheinlich am besten zuerst. Zuerst die Steine in Eimer, danach den Sand. So passt alles. Umgekehrt funktioniert das nicht.
An diesem Beispiel wird deutlich das du sehr genau planen musst um alles unter einen Hut zu bekommen.
Das ist eine große Herausforderung aber auch eine riesen Chance für Dich! Ich denke gerne an den Igel und den Hasen. Wir sind Dauerläufer, keine Sprinter. Und haben deshalb die Chance besonderes zu leisten.

Angemessene Bewegung
Obwohl es sich oft anders anfühlt, weil es so große Überwindung kostet sich überhaupt aufzuraffen, , wird sanfte Bewegung keinen körperlichen Schaden verursachen und hilft dir deinen Fibromyalgie-Schmerz zu bekämpfen.
Wenn ich meine Gymnastik und Dehnungsübungen nicht mache, ist der Schmerz am nächsten Tag viel schlimmer. Allerdings war das ein langer Weg.
Ich achte sehr darauf mich vorsichtig aufzuwärmen etc. Sobald Du in der Lage bist, jeden Tag ein bisschen Sport zu machen wirst Du feststellen wie viel besser es dir nachher geht.
Auch hier ist der bewusste Umgang mit Anspannung und Entspannung und die Dokumentation (Trainingsplan) wichtig. Auch wenn Du das erstmal vernachlässigst – wichtig ist das du dich jeden Tag ein bisschen bewegst.
Wenn du im Bett bleibst werden die Schmerzen schlimmer. Die richtige Balance zwischen sportlicher Aktivität (das kann auch leichtes tanzen sein oder jegliche Bewegung die dir etwas Freude macht) und Ruhe wird Wunder wirken. Glaube mir – ich habe das selber erlebt. Es ist halt nur so verdammt schwierig auf zu stehen und anzufangen.
Stress und Chronische Schmerzen

Jeder mit chronischen Schmerzen weiß, wie viel schlimmer es ist, wenn Emotionen überlaufen du gestress sind. Es ist ein bisschen so als ob unser Körper jegliche Stress-Signale in Schmerzen übersetzt.
Stress und die dazu gehörige Adrenalin-Ausschüttung ist normalerweise da, um uns zu helfen, zu fliegen, zu kämpfen zu frieren usw.
Doch bei uns Fibromyalgie-Schmerz-Patienten schützt uns der Stress und das Adrenalin nicht vor Gefahr oder macht uns richtig wach.
Stress kann uns enorme Schmerzen auslösen und verschlimmern. Chronische Schmerzen selbst können Stress auslösen – und so schließt sich der Teufelskreis.
Selbst Gedanken über den Schmerz und die ganze Wirkung auf unser Leben kann negativen Stress vergrößern. Durch die erhöhte Spannung wird wiederum Schmerz ausgelöst.
Deshalb ist Entspannung und ein möglichst niedriges Stresslevel so wichtig um möglichst wenig Schmerzen zu verspüren.
Mögliche Stressfaktoren:
– Verständnisloser Partner oder Freunde
– Pflege anderer Person
– aufwändiges Haustier
– komplizierte Lebensumstände
– großer Haushalt & Hausarbeit
Versuche soweit möglich, Stress auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Du wirst auf manche Dinge verzichten müssen. Das zu ändern kann Jahre dauern. Aber es zahlt sich aus. Du wirst weniger Fibromyalgie Schmerz-Schübe haben.
Entspannungstechniken

Entspannung ist noch wichtiger, wenn man mit chronischen Schmerzen lebt. In der Kategorie BEWEGUNG werde ich in Zukunft unterschiedliche Entspannungstechniken vorstellen.
Mir hilft autogenes Training und Gymnastik und vorsichtiges Dehnunen sehr gut.
Ich hoffe hier waren einige Tipps für Dich dabei. Denk bei den ganzen Ratschlägen daran, geduldig und freundlich mit dir selber zu sein und das was dir am besten gefällt, langsam in deinen Alltag einzubauen.
Hast Du weitere Anregungen oder Ideen? Ich freue mich über einen Kommentar oder eine Nachricht von Dir.

10 DINGE mit denen du SOFORT aufhören musst!

10 DINGE mit denen du SOFORT aufhören musst!

Als bei mir Fibromyalgie diagnostiziert wurde, war ich natürlich erst einmal überfordert. Man weiss von anderen Krankheiten die es so gibt, dass man bestimmte Medikamente einnimmt und dann geht es einem besser. Leider ist das bei der Fibromyalgie nicht ganz so einfach. Natürlich unterstütze ich meinen Körper mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln und der richtigen Ernährung, damit es ihm besser geht. Aber leider gibt es keine Wunder-Pille, die mich entlastet.

Gibt es denn gar nichts, dass man tun kann um deine Fibromyalgie Symptome zu lindern?

Es gibt sogar eine Menge das du tun kannst. Ich will dir 10 Dinge vorstellen, die du umsetzen solltest in deinem Leben..und ich verspreche dir, dass es dir besser gehen wird.

  1. Hör auf deine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund zu stellen! – Das hört sich jetzt erst mal recht egoistisch an. Aber besonders wenn du an einer chronischen Krankheit leidest, ist es sehr wichtig erst mal auf sich selbst zu hören und sich im diese Dinge zu kümmern. Nur dann findest du deinen persönlichen Rhythmus mit der Krankheit umzugehen, ohne dass dein Umfeld dich beeinträchtigt.
  1. Hör auf Zeit mit Menschen zu verbringen, die dir nicht guttun! – Der negative Stress anderer Menschen färbt sich automatisch auf dein Stress-Level ab, was wiederum Schmerzen auslöst. Deshalb meide Menschen, die dir diesen negativen Stress verursachen und konzentriere dich auf die Menschen, die dir guttun.
  1. Hör auf immer für alle da sein zu wollen! – Ich weiss aus eigener Erfahrung, „NEIN“ zu sagen fällt sehr schwer. Man ist ja sowieso schon immer der „Freak“, der mit der chronischen Krankheit und der immer ausfällt. Umso natürlicher ist der Wunsch es unserem Umfeld so recht wie möglich zu machen. Das ist aber nicht gut für unser Nerven-Level. Du musst lernen bewusst Nein zu sagen. Wir können nicht immer für alle da sein.
  1. Hör auf dich selbst zu betrügen! – Du bist krank, daran kann man nichts ändern. Du fühlst dich nicht großartig. Und wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, dann sag nicht einfach nur „ok“, sondern sei ehrlich. Auch mit dir selbst. Die Wahrheit ist, es geht dir nicht gut und du leidest an einer chronischen Krankheit. Je mehr du dich damit arrangierst, desto entspannter wirst du. Die Krankheit ist ein Teil deines Lebens. Es wird sicher nicht besser, wenn du dir immer wieder einredest dass alles in Ordnung ist, wenn es das nicht ist.
  1. Hör auf damit Zeit zu verschwenden, dich anderen immer wieder zu erklären! – Wahre Freunde, die wollen wirklich wissen, was mit dir los ist und die beschäftigen sich auch von alleine mit dem Thema Fibromyalgie, weil sie dich lieben und wissen wollen was dir fehlt. Dem Rest deines Umfeldes ist es eigentlich egal..so hart das auch klingt. Mach dir nicht die Mühe ihnen erklären zu wollen, warum es dir so schlecht geht. Die fehlende Reaktion und die nicht erfüllten Erwartungen werden dich nur runter ziehen.
  1. Hör auf an der Vergangenheit festzuhalten! – Du wirst nicht wieder dahin kommen wo du mal warst. Du wirst nicht mehr die Energie zurückbekommen. Mit Fibromyalgie haben wir neue Grenzen und in denen müssen wir lernen uns zu bewegen. Die Grenzen der Vergangenheit gelten nicht mehr. So ist das leider. Die Zeit ist nicht zurückdrehbar. Konzentriere dich vielmehr auf das was vor dir liegt.
  1. Hör auf dich von alten Fehlern runterziehen zu lassen! – Schuld ist unser ständiger Begleiter. Aber du musst aufhören Schulden der Vergangenheit weiter mit dir rumzutragen. Damit schadest du dir nur selber und vor allem deiner Gesundheit. Noch einmal: Konzentriere dich auf deine Zukunft und das was vor dir liegt. Lass Vergangenes hinter dir.
  1. Hör auf, auf andere eifersüchtig zu sein! – Eifersüchtig auf jemanden zu sein, geht sehr schnell…jemand ist schöner, schlanker, erfolgreicher, gesünder als ich… und schon bin ich eifersüchtig. Eifersucht frisst einen von ihnen auf und macht dich zu einem Menschen, der du eigentlich nicht sein willst. Und es schadet deiner Gesundheit. Konzentriere dich vielmehr auf das Gute. Denn wir können unserem Gegenüber auch nur von den Kopf schauen und wissen gar nicht, mit was er alles zu kämpfen hat oder welcher Grenzen er hat. Dieser Gedanke hilft dir vielleicht eifersüchtige Charakterzüge zu bekämpfen.
  1. Hör auf dich selbst zu bemitleiden! – Natürlich…wir alle bemitleiden uns manchmal selbst und brauchen das auch gelegentlich..aber bitte nicht länger als 5 Minuten. Und vor allem nur mit dir selbst. Und dann wieder Kopf nach oben…es gibt auch viele positive Dinge in unserem Leben trotz chronischer Krankheit. 😉
  1. Hör auf immer alles perfekt machen zu wollen! – Es ist in Ordnung nicht perfekt zu sein. Natürlich könnten wir ohne unsere Krankheit manche Dinge perfekter machen. Der Punkt ist aber, dass wir uns mehr auf die Realität konzentrieren sollten, statt auf Perfektionismus. Wenn ich mir immer wieder einrede ich versage oder ich könnte es eigentlich besser, stresst mich das und macht mich im Endeffekt nur noch kränker.

Das sind grundlegende Dinge, die du mit der Zeit an deiner Persönlichkeit verändern kannst. Sie werden dir etwas den Stress aus dem Leben nehmen und damit weniger Schmerzen erzeugen. Ganz ehrlich…mir gelingt das auch mal mehr und mal weniger. In den tiefen Abgründen meiner Depression mache ich meistens alle diese 10 Punkte gleichzeitig falsch. Und dann versuche ich wieder einen nach dem anderen umzusetzen. Mit der Zeit sehe ich dann wieder Licht am Himmel und komme zur Ruhe.

Was ist dein Punkt an dem du ab heute arbeiten möchtest?

Ich will mir wieder mehr vornehmen mich mehr auf die Menschen zu konzentrieren, die mir gut tun und mich nicht mehr von denen runterziehen lassen, die mich belasten. Mal sehen ob es mir gelingt. 🙂 Ich bin gespannt zu erfahren, was deine Ziele sind. Lass es mich wissen!

Ich bin nicht krank… Ich habe Fibromyalgie!

Ich bin nicht krank… Ich habe Fibromyalgie!

Mein Kampf gegen Fibromyalgie beginnt jeden Tag neu. Alltägliches wird zu einer Schlacht voller Gefahren und ohne zu wissen wo man als nächstes hingerät und was man als nächstes trifft. Ich befinde mich in einem Unendlichkeitskreis von Symptomen. Jedes Hindernis wird neu berechnet um das größtmögliche Risiko zu vermeiden…aber leider ist das Ergebnis nie vorhersehbar, egal wie hart ich es versuche.

Es gibt viele Symptome der Fibromyalgie. Dazu gehören:

– Chronische Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe oder Engegefühl

– Chronische schwere Ermüdung und verringerte Energie

– Schlaflosigkeit oder das Gefühl am morgen genauso müde zu sein, wie als man schlafen ging

– Steifheit nach dem Aufwachen oder nach langen aufhalten in einer Position

– Schwierigkeiten beim Erinnern, Konzentrieren und Durchführen einfacher mentaler Aufgaben („fibro fog“)

– Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Verstopfung

– Chronische Verspannungen oder Migräne-Kopfschmerzen

– Empfindlichkeit gegen Gerüche, Geräusche, helle Lichter, Medikamente, bestimmte Lebensmittel und Kälte

– Angst und Depression

– Taubheit oder Kribbeln im Gesicht, Arme, Hände, Beine oder Füße

– Ein Gefühl der Schwellung (ohne wirkliche Schwellung) in den Händen und Füßen

– Kiefer und Gesichtsschmerzen

– Costochondritis, Entzündung des Knorpels, die eine Rippe mit dem Brustbein verbindet

Ich kämpfe jeden Tag gegen Schmerzen und Müdigkeit. Das sind nicht einfach nur Kopfschmerzen oder ich bin nur ein bisschen müde…das ist ein Körper voller Schmerzen, wie wenn du eine heftige Grippe hast. Das ist eine Müdigkeit, wie wenn du 48 Stunden lang nicht geschlafen hast. Und das JEDEN TAG. Ein Tag an dem du krank im Bett liegst, kannst du ein wenig nachempfinden, was mein täglicher Alltag ist…so lebe ich.

Wie sieht der Alltag bei mir aus?

Die Schmerzen rasen durch meinen Körper, als wäre ich ein Flipperautomat. Meistens geht das über mehrere Stunden hinweg. Meine Beine fühlen sich an als wären 100-kg Gewichte daran festgeschnallt. Normalerweise habe ich keine Probleme zu laufen. Wenn es sich aber so anfühlt, als würde man eine Tonne Ziegelsteine mitschleppen, ist dass Laufen nicht mehr so leicht. Ein Acht Stunden Arbeitstag fühlt sich an wie ein Marathonlauf.

Die Liste könnte ich jetzt noch weiter ausführen. Gerade jetzt in diesem Moment des Schmerzes existiere ich, im Bett liegend, und versuche mich vom Dauerschmerz abzulenken. Und wie soll es morgen weitergehen? Wie schaffe ich es Arbeit, Alltag, Haushalt,… unter einen Hut zu bringen ohne am Tag darauf wie voll auszufallen?

Alles muss berechnet werden nach Energie und Grenzwerten. Eine falsche Berechnung kann einen wieder komplett für ein paar Tage umhauen. Ein täglicher Drahtseilakt mit dem Körper und seinen Möglichkeiten.

Wie soll man das jemandem erklären, der diese Krankheit und seine Auswirkungen auf den Körper nicht hat?

Das ist leider sehr schwer. Ich habe mich daran gewöhnt stets zu antworten: „Ich fühle mich nicht gut, danke der Nachfrage“, anstatt zu versuchen, einige der unzähligen Symptome, die ich ich in diesem Moment fühle, zu erklären.

Manchmal möchte der ein oder andere dann doch gern man wissen, warum ich gestern wieder „krank“ war. Meistens spiele ich dich Sacher herunter. Aber ein Teil von mir möchte die Wahrheit rausschreien. Aber wie soll man das anfangen? Oft höre ich „ die Freundin meiner Mutter hat das auch“. Aber im Endeffekt haben sie trotzdem keine Vorstellung davon WAS Fibromyalgie ist.

Es ist nicht einfach nur eine Krankheit wie Grippe, die man hat und dann wieder weg geht.

In Zukunft werde ich antworten: „Ich habe eine zentrale Störung des Nervensystems, die starke chronische Schmerzen und Müdigkeit verursacht.“ Das hört sich erst einmal krass an… aber das ist Fibromyalgie ja auch. Mein Ziel: Meinem Umfeld klar machen, was Fibromyalgie für Auswirkungen auf mein Leben hat. Es hat die Macht Leben zu zerstören. Es verursacht Probleme in meinem Körper, deren Behandlung von keiner Versicherung abgedeckt wird. Es macht aus meinen Freunden und meiner Familie Skeptiker. Es macht, dass Leute in meinem Umfeld denken ich bin ein Lügner und faul. Noch schlimmer…es macht mich das selbst glauben. Es versucht meinen Job, meine Beziehungen, meine Liebe und Leidenschaft für das Leben zu nehmen.

Und deshalb möchte ich dass alle wissen:

Ich bin nicht krank. Ich habe Fibromyalgie!

 

FIBROMYALGIE UND PARTNERSCHAFT – Die 5 besten Tipps für dein Liebesleben

FIBROMYALGIE UND PARTNERSCHAFT – Die 5 besten Tipps für dein Liebesleben

Viele wünschen sich eine gute Partnerschaft und Ehe. Das ist ein ganz natürlicher Wunsch. Unter normalen Umständen ist es schon mitunter gar nicht so leicht eine gute Partnerschaft zu führen, die lange hält und in der man glücklich ist.

Leidet ein Partner auch noch zusätzlich an einer chronischen Krankheit, kann das sehr belastend für eine Beziehung sein.

Was für Problemsituationen können entstehen?

Überforderung – Bist du mit jemandem in einer Beziehung, der Fibromylagie hat, ist Überforderung quasi vorprogrammiert. Wir verstehen ja oftmals selber nicht was gerade wieder passiert, warum es uns heute so schlecht geht,… wie schwer ist es für denjenigen, der immer immer an unserer Seite ist, und versucht uns das Leben irgendwie zu vereinfachen, dass es uns besser geht. Über kurz oder lang geht das an die Substanz.

Frust im Bett – Wenn ich Schmerzen habe, dann möchte ich auf gar keinen Fall angefasst werden. Man hat aber auch ein schlechtes Gefühl seinem Partner gegenüber. Die Gefahr in eine Depression zu geraten ist enorm. Und natürlich leidet auch unser Partner sehr unter der unfreiwilligen Intim-Auszeit.

Nichtverständnis – und das auf beiden Seiten. Ich kann nicht verstehen, warum mein Mann nicht versteht, dass das jetzt nicht geht. Das ich ihm wieder erklären muss, dass ich starke Schmerzen habe. Auf der anderen Seite versteht mein Mann nicht, warum wir dieses und jenes jetzt nicht machen können. Warum sich immer alles um meine Krankheit dreht.

Die Gefahr, dass man sich mit der Zeit auseinanderlebt ist enorm. Ich denke oft, meinem Mann würde es besser gehen, wenn er nicht mehr mit mir zusammen wäre. Dann könnte er ein freieres Leben führen und müsste nicht ständig Rücksicht auf mich nehmen. Mein Mann hat natürlich andere Grenzen als ich. Es ist sehr schwer, da die richtige Mitte zu finden. So dass jeder sich in seiner Rolle wohl fühlt, man genug Kraft hat, um die schlimmeren Momente zu ertragen und man die Momente genießt, die wunderbar sind.

Was kann mir denn helfen, eine Beziehung zu führen, die mich erfüllt und glücklich macht, obwohl ein Partner chronisch krank ist!?

Nun…ich habe da natürlich auch kein Patentrezept. Ob und wie man seine Beziehung führt, hängt viel davon ab, ob wirklich BEIDE an ihren Themen arbeiten. Wenn sich einer von beiden weigert seinen Teil zu tun, wird das auf Dauer nicht gut gehen.

Mein Mann und ich sind inzwischen 14 Jahre zusammen. Wir hatten heftige Zeiten und mega tolle Zeiten. Wie haben wir es geschafft trotz meiner Fibromylagie so lange zusammen zu bleiben?

Hier sind meine 5 besten Tipps für DEIN Liebesleben, die uns helfen:

  1. KOMMUNIKATION

Nehmt euch die Zeit REGELMÄßIG miteinander zu reden. Handy weg, Fernseher aus… Kerzen an, vielleicht etwas leckeres zum Essen oder trinken. Und dann redet einfach mal…meistens entwickelt sich so ein Gespräch von ganz allein. Von allgemeinen Themen bis hin zu wie man sich gerade fühlt, was man verändert haben möchte. JEDER darf sagen, was er denkt. Das Gespräch sollte nicht einseitig sein. Bei uns ist das zB nicht immer so easy. Mein Mann ist definitiv der kommunkativere in unserer Beziehung. Also muss er sich immer wieder zurücknehmen und mir zuhören und ich musste lernen zu reden. Nach solchen Abenden kommt man sich automatisch näher… 😉 Wo wir schon zum nächsten Thema kommen. Sex

  1. SUCHT EUCH ALTERNATIVEN

Natürlich ist Sex nicht das Wichtigste in einer Beziehung….aber doch schon sehr wichtig. Es ist die Sahne auf der Torte. Leider kann man das nicht so genießen, wenn man gerade starke Fibromyalgie Schmerzen hat. Das heisst aber nicht, dass man deshalb keinen Sex mehr haben kann. Findet raus, was ihr beide mögt, was euch wichtig ist. Nehmt euch Zeit, macht mal langsam… Hauptsache ist ihr seid zusammen und lasst eure Körper aufeinander ein. Es gibt verschiedenste Möglichkeit sich gegenseitig zu erfreuen, auch wenn man Schmerzen hat. Das bedeutet aber auch, dass ihr offen über dieses Thema reden müsst.

  1. SUCHT EUCH EIN GEMEINSAMES HOBBY

Gibt es irgendetwas das ihr gerne gemeinsam macht? Spazierengehen, Schwimmen, Malen, Musizieren, Reisen,… haltet daran fest. Nehmt euch die Zeit dafür diese Aktivitäten regelmäßig gemeinsam durchzuführen. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Wann habt ihr das letzte Mal etwas zusammen gekocht oder ins Kino gegangen!? Und wenn es es etwas aktives für den Körper ist, dann wirkt sich das auch automatisch wieder positiv auf deine Schmerzen aus.

  1. NEHMT RÜCKSICHT AUFEINANDER

Je mehr ich verstehe, was meinem Partner wichtig ist, desto mehr kann ich Rücksicht auf ihn, seine Gefühle und Wünsche nehmen. Die Situation an sich ist oftmals schon schwer genug. Was kann ich also machen um meinem Partner die Situation etwas zu erleichtern!? Und da können auch wir mit unserer Fibromyalgie viel dazu beitragen…und wenn es nur Kleinigkeiten sind.

  1. PASS AUF DASS DIE KRANKHEIT NICHT EUER LEBEN BEHERRST

Das Leben dreht sich nicht nur um Fibromyalgie oder darum, dass ich krank bin. Fokussiere ich mich zu sehr auf dieses Thema, beherrscht es mich und damit auch meine Beziehung. Die Folge: DEPRESSIONEN. Keine Beziehung hält das lange durch, wenn man sich die ganze Zeit darum dreht, wie schlimm das Leben ist. Und das gilt für beide Parteien. Ihr müsste BEIDE anfangen POSITIV zu denken. Nur weil ich Fibromyalgie habe, ist mein Leben und unsere Beziehung nicht automatisch vorbei. Es gibt noch vieles schönes das man gemeinsam tun und genießen kann.

Das waren jetzt nur ein paar Tipps. Mein Mann und ich bekommen das auch oft nicht hin. Wir haben unsere Auf und Abs..wie jede Beziehung. Aber wir glauben daran, dass wir auch in Zukunft die besten Freunde bleiben und unsere Beziehung genießen können.

Was hat dir in deiner Beziehung geholfen?

Ich freue mich sehr über deine Tipps um weiter an meiner Beziehung zu arbeiten

Deine Stefanie

FIBROMYALGIE – Der tägliche Kampf

FIBROMYALGIE – Der tägliche Kampf

Seit Jahren führe ich einen Kampf gegen Fibromyalgie. Ich weigere mich einfach aufzugeben und hinzunehmen, dass ich chronisch krank bin und es nichts gibt, was man tun kann. Es ist ein täglicher Kampf gegen mich selbst, meine Persönlichkeit, meine Wünsche, meinen inneren Schweinehund.

Es gibt Tage an denen ich erfolgreich bin, kampfbereit und voll wach. Das sind die Momente, an denen ich glaube, dass ich diesen Kampf gewinnen werde.

Fibromyalgie wird mich nicht besiegen und vollends einnehmen!

Dann gibt es aber auch diese Tage, an denen ich einfach nur mutlos bin. Trotz allen versuchen, irgendwie diesen Schmerz zu bekämpfen, nimmt die Fibromyalgie wieder mein ganzes Ich ein. Man hat keine Chance. Der Schmerz ist da. Fibromyalgie hat wieder gewonnen.

Sich neu zu zu motivieren um weiter zu kämpfen, ist da nicht so easy. In meinem Artikel – Stop Wishing Start Doing – Aber Wie? – findet ihr gute Tipps, wie ich es immer wieder schaffe mich zu motivieren.

Dieser Artikel soll aber eine Art Selbsterkenntnis sein. Ich bin manchmal einfach nur müde, habe keine Lust mehr und will mich ergeben. Dann ist es halt so. Ich habe Fibromyalgie und ich kann nichts daran ändern. Es ist sehr sehr schwer sich immer wieder aufzuraffen, aufzustehen und weiter zu machen.

Ich kenne viele, die sich schon seit Jahren dagegen wehren Dinge zu ändern wie zB ihre Ernährung, ihren Alltag, Sport zu treiben usw. Und gerade wenn man müde ist, keine Kraft und zusätzlich noch Schmerzen hat, wird das immer schwerer.

Aber mit der Einstellung „Ich will nichts ändern“ kommt man auf Dauer nicht weiter. Das ist ein Lebensweg, den wir gehen müssen und Fibroymalgie ist ein ständiger Begleiter auf diesem Weg.

Was kann mir denn auf Dauer helfen meine Gewohnheiten zu ändern und mich den neuen Lebensumständen anzupassen?

Als erstes solltest du dir erst einmal im klaren sein WAS dir wichtig ist.

Wo sind deine Schwächen? Was fällt dir schwer? Was würdest du gerne ändern?

Schreibe dir diese Punkte auf. Bei mir sind das zB meine Ernährung und regelmäßig Sport. Für mich zwei wichtige Faktoren im Kampf gegen Fibromyalgie. In denen ich aber auch immer wieder versage.

Als zweites versuche dir realistische Zwischenziele zu setzen. Priorisiere sie nach Wichtigkeit. Du wirst nicht alle Ziele auf einmal schaffen.

Besprich diese Liste mit dem Menschen, der dir Nahe steht und dich darin unterstützen kann diese Ziele zu erreichen. Ich rede zum Beispiel mit meinem Mann über das Thema Ernährung und habe in ihm einen Partner, der mich immer wieder daran erinnert und mich in meinen Zielen unterstützt. Ein gutes Umfeld wird dich immer darin bestärken deine Ziele zu erreichen.

Tja… und dann beginnt der Kampf. Der tägliche Kampf mit dir, deiner Persönlichkeit, deinem Schweinehund – DEIN KAMPF GEGEN FIBROMYALGIE.

Du wirst ganz sicher Rückschläge erleben. Es gibt Tage da fühlst du dich unbesiegbar und Tage an denen schaffst du einfach nichts. Oder du machst alles richtig und der Schmerz übermannt dich trotzdem. Heisst das, du hasst versagt!?

NEIN…GIB NICHT AUF!!!

Am Ende zählt nicht, wie oft man einen Rückschlag erlebt, sondern wie oft man es schafft, weiterzumachen.

Konzentriere dich auf das, was vor dir liegt und auf die Fortschritte, die du schon gemacht hast.

Mir gelingt das auch nicht immer. Aber zusammen kämpfen wir weiter und gehen unseren Weg.

Wichtig ist: Wir gehen weiter!! Was meinst du?

Ja ich habe das Fibromyalgiesyndrom ! – Und Du?

Ja ich habe das Fibromyalgiesyndrom ! – Und Du?

In diesem Artikel widme ich mich einem besonderen Thema in Bezug auf das Fibromyalgiesyndrom:

„Fibromyalgiesyndrom? Pssssst.. Nicht darüber reden.“

Eines der schlimmsten Dinge mit denen ich über alle die Jahre und immer wieder ankämpfen muss, ist die Nichtakzeptanz in meinem Umfeld. Oftmals sieht man uns auf den ersten Blick nicht an, dass wir FMS haben und chronisch krank sind. Gerade wenn man noch jung ist, wird man schief angeschaut: Wenn man ausfällt, gewisse Dinge nicht mitmachen kann, genug Schlaf braucht…usw.

Ich habe lange Zeit versucht zu vertuschen, dass ich das Fibromyalgiesyndrom habe und es mir eigentlich nicht gut geht. Ich wollte mir auf keinen Fall eine Blöße geben. Kennst du das?

Was habe ich alles gemacht, um nicht aufzufallen und bloß gut da zu stehen? Ich habe viele Schmerzmittel genommen, nicht mehr auf meinen Körper und meine Grenzen gehört, alles gegessen und getrunken was ich wollte, zu wenig geschlafen..ich habe einfach versucht so weiter zu machen, wie vorher.

„Fibromyalgie-Syndrom? Will ich nicht! Mir geht’s gut!“

Ich konnte nicht akzeptieren das ich FMS habe! Die Folge: Es ging rapide bergab mit mir und meinem Körper. Ich habe meinen Körper zusätzlich so extrem belastet und vergiftet, dass alles hinterher noch schlimmer war als vorher. Die Aufbauarbeit hat dementsprechend lange gedauert.

Das erste Mal habe ich so richtig von FMS gehört, als ich 2005 in Südamerika war. Mein Körper kam in dieser Zeit etwas zur Ruhe. Ich musste mal eine ganze Zeit lang nicht arbeiten und dachte, dass allein würde schon helfen. Aber mein Körper kam mit der Ruhe erst einmal gar nicht klar…es ging mir sehr sehr schlecht. Eine Freundin meinte, ich könnte vielleicht das Fibromyalgiesyndrom haben…und so nahm alles seinen Lauf. Ich bin zurück nach Deutschland und direkt zum Arzt. Und was sagt der mir? Ich soll Psychopharmaka schlucken.. was ich überhaupt nicht verstanden habe. Es ging ja nicht nur um meine Psyche -sondern vorrangig um meine Schmerzen und meine Schwäche.

Die Wende!

Zum Glück wurde ich nach langem hin und her in die Spezialklinik Neukirchen aufgenommen. Die Ärztin dort hat mich zum ersten Mal ernst genommen. Die Zeit, die ich mir genommen habe um mich, meinen Körper und was das Fibromyalgie Syndrom ausmacht besser kennen zulernen, hat mir sehr gut getan.

Aber akzeptieren zu lernen, dass man eine chronische Krankheit hat, fällt mir bis heute sehr schwer. Alle um mich herum in meinem Alter, mein Ehepartner eingeschlossen, konnten einfach ganz andere Sachen machen. Bzw ihre „Sünden“ wurden nicht so schnell bestraft wie meine. Und das ist leider bis heute so. Je Älter ich werde, desto härter werde ich für meine kleine „FMS-Sünden“bestraft.

Was kann mir und dir helfen aus diesem Kreislauf auszubrechen? Stark zu bleiben? Mich innerhalb meiner FMS-Grenzen zu bewegen?

„Fibromyalgiesyndrom. Ja ich bin chronisch krank.“

Ja leider. Aber so ist es nun mal. Das muss ich leider lernen zu akzeptieren. Auch wenn das sehr schmerzhaft ist, weil das bedeutet, dass man viele Dinge nicht tun kann. Aber ohne Akzeptanz – keine wirkliche Besserung in Sicht!

Ich habe in meinem Leben schon viele Menschen kennengelernt, die mir ihr Leid geklagt haben: Sie haben Schmerzen, können nicht schlafen, keine Energie, Hautausschläge, Magenprobleme, …und und und… Das muss jetzt nicht heißen, dass sie automatisch das Fibromyalgiesyndrom haben. Aber etwas stimmt garantiert nicht. Nur wenn man sie dann direkt darauf anspricht aktiv etwas dagegen zu tun – ist alles nur noch halb so schlimm und es geht ja schon irgendwie..

„Ich soll etwas ändern in meinem Leben? Nein, das möchte ich nicht. Ich möchte in meiner Komfortzone bleiben, weiter essen was ich will,… Ich bin nicht nicht krank. Und ich habe keine Lust mich damit auseinander zu setzen.“ Aber auf Dauer gesehen, wird sich diese Einstellung fatal auf den Körper und Geist auswirken.

Wir müssen auf die Zeichen hören, die der Körper uns gibt. Schmerzen, Schwäche, und Depressionen sind ein klares Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt!

Akzeptierst du aber, dass du krank bist, wirst du immer sensibler für die kleinen Zeichen, die dir dein Körper gibt. Du findest deine Form damit umzugehen und zu leben. Und mit der Zeit wird dein Körper stärker und du kannst dann zwischendurch auch mal „sündigen“ ohne, dass du gleich wieder einen Fibromyalgie-Schub bekommst.

Du nimmst auch deinem Körper die Angst, vor dem nächsten FMS-Schmerzschub. Deiner Psyche geht es besser. Man geht mit der Zeit immer lockerer damit um. Klaro… wenn ich starke Fibromyalgie – Schmerzen habe, dann gerate ich auch immer wieder in tiefe Abgründe. Aber ich stärke mein Nervensystem wenn für mich persönlich ganz klar ist:

Fibromyalgiesyndrom

„JA, ICH HABE FMS!“

Es gibt aber noch einen 2. wichtigen Grund. Ich habe zu Anfang das Problem mit der Nichtakzeptanz meines Umfelds angesprochen.

„Ich hoffe, du wirst bald wieder gesund“, „Ach, vielleicht brauchst du einfach mehr Ruhe“, „Geh mal zu dem und dem Arzt, der hilft dir“,…hast du solche oder ähnliche Sprüche auch schon oft gehört? Wenn mir jemand so blöde Sätze ins Gesicht sagt, könnte ich echt platzen. Teilweise verletzen sie mich auch tief und stürzen mich in Depressionen. Aber im Grunde bin ich mit daran Schuld…. ich will ja nicht dass derjenige weiss, wie es mir wirklich geht. Woher soll er dann wissen, dass er mich mit solchen Sprüchen verletzt!?

Akzeptiere ich selber das ich FMS habe – wirkt sich das sofort auf mein Umfeld aus!

Es fällt einem leichter, die Dinge laut auszusprechen. Man muss sich nicht schämen, weil man FMS hat. Im Gegenteil… versteht unser Umfeld erst einmal was wir durchmachen, überlegen sie es sich vielleicht zweimal, ob sie uns blöde Sprüche um die Ohren hauen. Und wir können viel selbstbewusster damit umgehen, wenn doch jemand etwas sagt.

Unser gemeinsames Ziel: Bewusster Leben und Genießen mit FMS.

Der erste Schritt: Selbst Akzeptieren und verstehen, dass du Fibromyalgie hast. Das gibt dir die Stärke alle weiteren notwendigen Schritte zu gehen, die dich deinem Ziel Stück für Stück näher bringen.

Wie gehst du damit um? Was hast du schon für Erfahrungen gemacht?

Ich freue mich auf deinen Kommentar. 🙂

Deine,

Stefanie