Fibromyalgie Schmerz Management

Fibromyalgie Schmerz Management

Chronischer Fibromyalgie-Schmerz ist nicht nur ein Zustand, es ist ein Full-Time-Job

Wenn du deine Erkrankung nicht bei jeder Aktivität berücksichtigst, wird sie es dir in der nächsten Nacht, dem nächsten Tag, oder sogar tage- und wochenlang heimzahlen. Den Schmerz zu managen, ist eine Art Kunst. Dazu gehört gute KRAFTEINTEILUNG und RUHEPAUSEN, denn das ist ein Schüssel, deinen Schmerz so weit wie möglich unter Kontrolle zu halten.

Der Schlüssel zu erfolgreichem Schmerzmanagement dreht sich größtenteils um deine Einstellung zu dem Schmerz. Negative Gedanken können dich von positiven Aktionen abhalten. Es ist schwer, dir selbst zu helfen, wenn du depressiv oder mit negativen Gefühlen gefüllt bist. Die Auswirkungen auf bestimmte Situationen sowie deine eigenen Reaktionen und Gedanken zu erkennen, kann dir helfen, zurechtzukommen.

Es gibt verschiedene Ansätze,… Entspannungstechniken, Schmerzeinteilung, bewusste Bewegungen, psychologische Techniken zur Überwindung negativer Gefühle und Reduzierung von Depression, freie Heilkunde und gesundes Essen (Genuss ist auch gut, sei nicht zu streng mit dir) kann dir alles helfen mit Schmerz zu leben und ihn zu bewältigen.

 

Schwankende Symptome und unberechenbarer Fibromyalgieschmerz

So wie deine Symptome unberechenbar variieren, so schwankt auch deine Möglichkeit, deinen Schmerz zu kontrollieren. Es kann an einigen Tagen unglaublich schwer sein, nach vorne zu schauen, aber ich schreibe hier um dir zu helfen, dein Leben mit Fibromyalgie zu meistern, sich mit dir an guten Tagen zu freuen und dich durch schlechte Tage zu tragen. Manchmal denke ich mir, keiner versteht mich. Ich kämpfe täglich mit einem Monster, das sonst keiner sieht. Manche stören sich vielleicht an der Unberechenbarkeit des Schmerzes, aber sie fühlen es ja auch nicht. Es ist viel störender für uns, die wir damit leben müssen. Ich kann nie im Voraus sagen, ob und wie schlimm der nächste Tag wird.

Folgende 4 Faktoren arbeiten gegen uns und sorgen für einen regelrechten Teufelskreis:

  • ENERGIE
    Mit deinen Schmerzen fertig zu werden, kostet dich Energie. Ein Mangel an Energie macht es dir schwerer, fit zu bleiben.
  • SCHLAF
    Schmerzen und Sorgen machen es schwer, gut zu schlafen. Fehlt dir Schlaf, wird der Schmerz schlimmer und kostet dich Energie.
  • AKTIVITÄT
    Schmerz und Kraftmangel machen es dir schwer, aktiv zu sein. Ein Mangel an Bewegungsübungen verschlimmert den Schmerz.
  • GEMÜT
    Chronische Schmerzen und die Grenzen, die sie dir setzen, können zu Depression, Wut und Angst führen. Diese Gefühle machen die Schmerzbewältigung schwerer.

 

Was ist Schmerz?

Zu verstehen, wie dein Körper Schmerz erfährt, kann dir helfen damit besser zurecht zu kommen. Menschen neigen dazu, den Schmerz, den sie fühlen, mit der betroffenen Körperpartie zu assoziieren. Eigentlich ist es aber nur ein Schmerzempfinden: Als Antwort auf eine Verletzung gibt der Körper elektrochemische Signale ab die durch Nervenstränge über das Rückenmark in unserem Gehirn ankommen, wo sie als Schmerzerfahrung abgespeichert werden. Es ist dein Gehirn und Nervensystem.

Wenn du dir zum Beispiel den Arm verletzt, ist der Schmerz nicht in deinem Arm, es ist ein Schmerzempfinden. Es sind spezielle Schmerzrezeptoren, die sich aktivieren, wenn du dich verletzt oder eine Verletzung möglich ist, zum Beispiel, wenn du dir die Haut geschnitten hast. Wenn das Hautgewebe tief genug eingedrückt wurde, feuern die Rezeptoren direkt eine Antwort ab. Dieser Impuls reist durch den Nerv ins Rückenmark und direkt ins Hirn und das alles innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde.

Schmerz kann ein aktues Signal sein, dass dir eine Verletzung anzeigt. Im oben genannten Fall sollte das Schmerzempfinden stoppen, sobald dein Arm geheilt ist, weil die Rezeptoren keinen Gewebeschaden oder eine potenzielle Verletzung mehr entdecken können. Das nennt man akuten Schmerz. Akuter Schmerz bleibt nicht bestehen, nachdem die Verletzung geheilt ist.

Bei Fibromyalgie feuern die Schmerzrezeptoren weiter Schmerzimpulse ab. Es mag gar keine physische Schmerzursache vorliegen, aber das Schmerzempfinden ist dasselbe als wenn es so wäre. Das macht es so schwer, chronischen Schmerz zu binden und damit umzugehen. Der Schmerz verursacht neue Verbindungen und Veränderungen in unserem Nervensystem, genannt Neuroplastik. Hier „lernt“ das Gehirn, Schmerzsignale immer weiter auszusenden. Das Gehirn kontrolliert die Nerven und sagt ihnen, wie sensibel sie sein sollen. Wenn es beunruhigt ist, fordert es „mehr Informationen“ von den peripheren Nerven, sodass sie mit mehr und mehr Schmerzimpulsen antworten um zu stimulieren, dass eigentlich kein physischer Grund für Schmerz existiert.

Nachrichten über den Schmerz gehen nicht nur zum Gehirn, sie gehen auch wieder zurück. Es ist diese Zwei-Wege-Funktionalität, die der Hauptunterschied zwischen früheren Überzeugungen über Schmerz und moderne Schmerzwissenschaft ist. Es gibt jetzt umfangreiche Beweise dafür, dass sich die peripheren Nerven physisch und chemisch verändern können.
Dies kann die Reaktion auf diese Hirnsignale, Gewebebedingungen oder beides sein. Deine Schmerzen werden nicht nur zunehmend „lauter“. Der Fibro-Schmerz „fühlt“ sich anders an – verändert sich.
Wir können nur fühlen was uns unser Gehirn uns erlaubt.
So können sogar „laute“ sensorische Botschaften fast nicht mehr zu hören sein das sie durch das zentrale Nervensystem gefiltert werden.
Umgekehrt können „ruhige“ sensorische Botschaften stark verstärkt werden, was die Intensität der Schmerzen, die du jetzt fühlst, verschlechtert. Die Qualität und Intensität der Schmerzerfahrung ist das Ergebnis all dieser neurologischen Filter.

Akuter Schmerz

Menschen neigen dazu, den Schmerz, den sie fühlen, mit der betroffenen Körperpartie zu assoziieren. Eigentlich ist es aber nur ein Schmerzempfinden: Als Antwort auf eine Verletzung gibt der Körper elektrochemische Signale ab die durch Nervenstränge über das Rückenmark in unserem Gehirn ankommen, wo sie als Schmerzerfahrung abgespeichert werden. Es ist dein Gehirn und Nervensystem.
Wenn du dir zum Beispiel den Arm verletzt, ist der Schmerz nicht in deinem Arm, es ist ein Schmerzempfinden. Es sind spezielle Schmerzrezeptoren, die sich aktivieren, wenn du dich verletzt oder eine Verletzung möglich ist, zum Beispiel, wenn du dir die Haut geschnitten hast. Wenn das Hautgewebe tief genug eingedrückt wurde, feuern die Rezeptoren direkt eine Antwort ab. Dieser Impuls reist durch den Nerv ins Rückenmark und direkt ins Hirn und das alles innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde.
Schmerz kann ein aktues Signal sein, dass dir eine Verletzung anzeigt. Im oben genannten Fall sollte das Schmerzempfinden stoppen, sobald dein Arm geheilt ist, weil die Rezeptoren keinen Gewebeschaden oder eine potenzielle Verletzung mehr entdecken können. Das nennt man akuten Schmerz. Akuter Schmerz bleibt nicht bestehen, nachdem die Verletzung geheilt ist.

Chronischer Schmerz

Bei chronischen Schmerzen ist das völlig anders. Hier kommen zahlreiche Wechselwirkungen zwischen dem äußerem Schmerz-Reiz und dem Schmerzsystem hinzu – sowohl auf körperlicher als auch auf psychosozialer Ebene. Deshalb ist auch die Behandlung von akuten Schmerzen anders als die von chronischen Schmerzen.
Bei Fibromyalgie feuern die Schmerzrezeptoren weiter Schmerzimpulse ab. Es mag gar keine physische Schmerzursache vorliegen, aber das Schmerzempfinden ist dasselbe als wenn es so wäre. Das macht es so schwer, chronischen Schmerz zu binden und damit umzugehen. Der Schmerz verursacht neue Verbindungen und Veränderungen in unserem Nervensystem, genannt Neuroplastik. Hier „lernt“ das Gehirn, Schmerzsignale immer weiter auszusenden. Das Gehirn kontrolliert die Nerven und sagt ihnen, wie sensibel sie sein sollen. Wenn es beunruhigt ist, fordert es „mehr Informationen“ von den peripheren Nerven, sodass sie mit mehr und mehr Schmerzimpulsen antworten um zu stimulieren, dass eigentlich kein physischer Grund für Schmerz existiert.
Nachrichten über den Schmerz gehen nicht nur zum Gehirn, sie gehen auch wieder zurück. Es ist diese Zwei-Wege-Funktionalität, die der Hauptunterschied zwischen früheren Überzeugungen über Schmerz und moderne Schmerzwissenschaft ist. Es gibt jetzt umfangreiche Beweise dafür, dass sich die peripheren Nerven physisch und chemisch verändern können.
Dies kann die Reaktion auf diese Hirnsignale, Gewebebedingungen oder beides sein. Deine Schmerzen werden nicht nur zunehmend „lauter“. Der Fibro-Schmerz „fühlt“ sich anders an – verändert sich.
Das ganze wird dadurch so koplex das wir nur fühlen was uns unser Gehirn erlaubt.
So können sogar „laute“ sensorische Botschaften fast nicht mehr zu hören sein da sie durch das zentrale Nervensystem gefiltert werden.
Umgekehrt können „ruhige“ sensorische Botschaften stark verstärkt werden, was die Intensität der Schmerzen, die du jetzt fühlst, verschlechtert. Die Qualität und Intensität der Schmerzerfahrung ist das Ergebnis all dieser neurologischen Filter.

Akuter Schmerz versus Chronischer Schmerz (Fibromyalgie-Schmerz)
Wir können also festhalten: Akuter Schmerz ist das Nebenprodukt von Gewebeverletzungen und anderen Körper-Schäden. Es ist der Schmerz, den wir fühlen, wenn Knochen gebrochen sind oder Sehnen zerrissen werden.
Chronischer Fibromyalgie-Schmerz, auf der anderen Seite, ist die Krankheit selbst! Es ist wie eine komplexe mathematische Gleichung bestehend aus: körperlichen, emotionalen, kognitiven, genetischen und anderen Umweltfaktoren, die zusammen irgendwie zu dem Endergebnis kommen, das uns in irgendeiner Weise verletzt, Tag für Tag..

Eigenschaften und Details von Chronischem Schmerz
Chronische Schmerzen können uns verändern. Sie verändern unser Verhalten, sogar unser Gehirn. Soweit das wir eine „andere Person“ werden können.
Die wahre Heilung erfordert eine erneute Verdrahtung dieser negativen Veränderungen in etwas Positives.
Man kann Veränderungen der Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung im Gehirn und bildlich darstellen.
Bestimmte Hirnregionen können eine „Überaktivität“ aufweisen. Diese Hirnareale können sich auch vergrößern.
Dann reagiert das Gehirn auf körperliche Schmerzreize „übertreiben“ im Vergleich zu Menschen, die keine chronische Fibromyalgie-Schmerzerkrankung haben. Auch scheinen „schmerzregulierende Gehirnzonen“, also Gehirnzentren, die das Schmerzempfinden dämpfen, sich abzubauen und damit inaktiver zu werden.
Dieses Missverhältnis zwischen „schmerzverstärkenden“ und „schmerzlindernden“ Arealen im Zentralen Nervensystem scheint die Ursache von chronischen Schmerzerkrankungen zu sein.
Was können wir tun um diesen Teufelskreislauf zu verlangsamen und vielleicht sogar zu stoppen?
Das ist nicht einfach. Aber machbar.

Behandlung von chronischem FS-Schmerz

Was wirkt generell schmerzlindernd?
Genrell, Lebenssituationen, in denen wir zufrieden, glücklich und entspannt sind. Auch wirken sich gute Beziehungen zwischen Menschen schmerzlindernd aus. Psychische Erkrankungen, wie Depressionen, Angststörungen und auch Traumatisierungen können Schmerzen im Körper auslösen. Es ist somit sinnvoll, die psychischen Belastungsfaktoren genauso ernst zu nehmen, wie die körperlichen Befunde.

Außerdem müssen wir lernen unseren Schmerz und unsere Angst zu minimieren. Als erstes müssen wir uns lernen besser zu entspannen und runter zu fahren. Das wirkt sich sofort auf unser überreiztes Schmerzempfinden aus.
Das Internet ist voll von allen möglichen Techniken und Therapien zur chronischen Fibromyalgie Schmerzbehandlung. Einiges davon ist sehr nützlich.
Die Techniken die ich nutze und gute Erfahrungen gemacht habe telle ich hier vor.
Die besten Ansätze sind gesamtheitlich: Bei diesen wird der ganze Mensch mit einbezogen. Dein Gehirn, dein Körper und deine Seele / Geist.

Lerne Deine Grenzen (Pacing)

Erfolgreiches Schmerzmanagement beginnt damit das du deine Grenzen kennen und akzeptieren lernst.
Es ist eine Kunst die richtige Dosis Aktivität und Bewegung zu finden: Sitzen, Stehen, Gehen, Sport etc.
Dann musst Du auch noch einschätzen ob es ein guter, schlechter oder mittelmäßiger Tag ist.
Wenn du deine Grenzen kennst und beachstest bist du wesentlich konstanter, ausgeglicherner und hast weniger Rückschläge.
Ansonsten überforderst du dich an einem guten Tag und bekommst dann die Rechnung und bist danach für mehrere Tage ausgenockt. Das fällt mir auch immer noch schwer. Vor allem mich selber zu aktzeptieren und dasauch meinem Umfeld verständlich zu machen.
Klar – manche Dinge oder Termine kann man nicht aufschieben. Eine weitere ehrausforderung ist

Aber! Wenn du es schaffst deine Grenzen zu studieren und daraus einen Plan abzuleiten bist du viel erfolgreicher.
Zum Bsp:
– Schlechter Tag = 10 Min aktiv // 1 Stunde Pause
– Mittelmäßiger Tag = 20 Min aktiv // 45 Min Pause
– Guter Tag = 45 Min aktiv // 20 Min Pause
So machst Du Deine Aktivität nicht von deinen Schmerzen abhängig sondern von deinen Erfahrungswerten gepaart mit einem Plan!
So kannst du dich langsam steigern und besser kontrollieren. Das ist viel besser als unkontrolliert mal Vollgas zu geben und dann wieder mit Rückschlägen zu kämpfen.
Deine Pausen kannst Du gut nutzen um aktiv zu relaxen: Gymnastik, Dehnen, Natur genießen, Mit Freunden chatten, Musik hören oder was immer dich wirklich entspannt.
Dein Fibro-Schmerztagebuch

Ein anderes mächtiges Werkzeug ist dein eigenes Schmerztagebuch. Warum?
Gründe:
– Möglichkeit deine Gedanken und Gefühle auszudrücken, festzuhalten und später zu analysieren und daraus Strategien und Taktiken abzuleiten.
– Muster erkennen die den Schmerz auslösen
– Klarer sehen wie sich dein Schmerzempfinden verhält und verändert.
– Hilft deinem Umfeld, deinem Dok oder Therapeuten dich besser zu verstehen.
– Du hast eine bessere Dokumentation deiner Fibromyalgie.
– Dadurch das du deine Gefühle zu Papier bringst fühlst du dich emotional ausgeglichener.
– Besser verstehen welche Behandlung wirkt und welche nicht.
Es wird oft gesagt das der Fibromyalgie Patient die wichtigste Person bei der Schmerztherapie ist.
Je detaillierter du Daten festhälst desto besser die mögliche Therapie. Ein weiterer sehr wichtiger Grund für ein Fibromyalgie Tagebuch ist die Kontrolle die du damit hast.
Du nimmst dein Schmerz-Management, deine Fibromyalgie, dein Leben wieder etwas mehr selber in die Hand. Das gibt dir ein stärkeres Gefühl der Sichrheit und Kontrolle.

Aber immer mit der Ruhe! Es macht wenig Sinn, jedes Mal wenn Du Schmerzen hast ausführliche Notizen zu maechen.
Am besten versuchst Du mal eine Woche detailliert festzuhalten. Jeden Tag 2-3 Einträge. zB über Dein Empfinden, Gedanken und Gefühle am Morgen, Mittag und Abend. So machst Du regelmäßige Einträge und nicht nur wenn Du eine Fibromyalgie Attake hast.
Dann schaust Du es Dir nach 3 Monaten zb an und merkst recht schenll was sich verändert hat.

Ziele, Steine und Sand

Wahrscheinlich hat Du ja schon eine Strategie entwickelt um am besten mit deinen Schmerzen zurecht zu kommen.
Das ist wichtig und richtig. Trotzdem ist es wichtig sich von Zeit zu Zeit neue Ziele zu setzen.
Mache Dir eine Liste von drei Sachen, die Du erreichen möchtest. Auch wenn sie so einfach sind wie „selber eine Tasse Tee machen“. Egal wie lächerlich das für andere klingen mag. Deine Ziele sind DEINE Ziele. Keiner außer Du selbst kann beurteilen, was du zurzeit schaffen kannst und was nicht.
Andere Ziele, wie „einen Freund besuchen“ müssen vielleicht geplant werden.
Was ist am wichtigsten für Dich? Darum kümmerst du dich wahrscheinlich am besten zuerst. Zuerst die Steine in Eimer, danach den Sand. So passt alles. Umgekehrt funktioniert das nicht.
An diesem Beispiel wird deutlich das du sehr genau planen musst um alles unter einen Hut zu bekommen.
Das ist eine große Herausforderung aber auch eine riesen Chance für Dich! Ich denke gerne an den Igel und den Hasen. Wir sind Dauerläufer, keine Sprinter. Und haben deshalb die Chance besonderes zu leisten.

Angemessene Bewegung
Obwohl es sich oft anders anfühlt, weil es so große Überwindung kostet sich überhaupt aufzuraffen, , wird sanfte Bewegung keinen körperlichen Schaden verursachen und hilft dir deinen Fibromyalgie-Schmerz zu bekämpfen.
Wenn ich meine Gymnastik und Dehnungsübungen nicht mache, ist der Schmerz am nächsten Tag viel schlimmer. Allerdings war das ein langer Weg.
Ich achte sehr darauf mich vorsichtig aufzuwärmen etc. Sobald Du in der Lage bist, jeden Tag ein bisschen Sport zu machen wirst Du feststellen wie viel besser es dir nachher geht.
Auch hier ist der bewusste Umgang mit Anspannung und Entspannung und die Dokumentation (Trainingsplan) wichtig. Auch wenn Du das erstmal vernachlässigst – wichtig ist das du dich jeden Tag ein bisschen bewegst.
Wenn du im Bett bleibst werden die Schmerzen schlimmer. Die richtige Balance zwischen sportlicher Aktivität (das kann auch leichtes tanzen sein oder jegliche Bewegung die dir etwas Freude macht) und Ruhe wird Wunder wirken. Glaube mir – ich habe das selber erlebt. Es ist halt nur so verdammt schwierig auf zu stehen und anzufangen.
Stress und Chronische Schmerzen

Jeder mit chronischen Schmerzen weiß, wie viel schlimmer es ist, wenn Emotionen überlaufen du gestress sind. Es ist ein bisschen so als ob unser Körper jegliche Stress-Signale in Schmerzen übersetzt.
Stress und die dazu gehörige Adrenalin-Ausschüttung ist normalerweise da, um uns zu helfen, zu fliegen, zu kämpfen zu frieren usw.
Doch bei uns Fibromyalgie-Schmerz-Patienten schützt uns der Stress und das Adrenalin nicht vor Gefahr oder macht uns richtig wach.
Stress kann uns enorme Schmerzen auslösen und verschlimmern. Chronische Schmerzen selbst können Stress auslösen – und so schließt sich der Teufelskreis.
Selbst Gedanken über den Schmerz und die ganze Wirkung auf unser Leben kann negativen Stress vergrößern. Durch die erhöhte Spannung wird wiederum Schmerz ausgelöst.
Deshalb ist Entspannung und ein möglichst niedriges Stresslevel so wichtig um möglichst wenig Schmerzen zu verspüren.
Mögliche Stressfaktoren:
– Verständnisloser Partner oder Freunde
– Pflege anderer Person
– aufwändiges Haustier
– komplizierte Lebensumstände
– großer Haushalt & Hausarbeit
Versuche soweit möglich, Stress auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Du wirst auf manche Dinge verzichten müssen. Das zu ändern kann Jahre dauern. Aber es zahlt sich aus. Du wirst weniger Fibromyalgie Schmerz-Schübe haben.
Entspannungstechniken

Entspannung ist noch wichtiger, wenn man mit chronischen Schmerzen lebt. In der Kategorie BEWEGUNG werde ich in Zukunft unterschiedliche Entspannungstechniken vorstellen.
Mir hilft autogenes Training und Gymnastik und vorsichtiges Dehnunen sehr gut.
Ich hoffe hier waren einige Tipps für Dich dabei. Denk bei den ganzen Ratschlägen daran, geduldig und freundlich mit dir selber zu sein und das was dir am besten gefällt, langsam in deinen Alltag einzubauen.
Hast Du weitere Anregungen oder Ideen? Ich freue mich über einen Kommentar oder eine Nachricht von Dir.

10 DINGE mit denen du SOFORT aufhören musst!

10 DINGE mit denen du SOFORT aufhören musst!

Als bei mir Fibromyalgie diagnostiziert wurde, war ich natürlich erst einmal überfordert. Man weiss von anderen Krankheiten die es so gibt, dass man bestimmte Medikamente einnimmt und dann geht es einem besser. Leider ist das bei der Fibromyalgie nicht ganz so einfach. Natürlich unterstütze ich meinen Körper mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln und der richtigen Ernährung, damit es ihm besser geht. Aber leider gibt es keine Wunder-Pille, die mich entlastet.

Gibt es denn gar nichts, dass man tun kann um deine Fibromyalgie Symptome zu lindern?

Es gibt sogar eine Menge das du tun kannst. Ich will dir 10 Dinge vorstellen, die du umsetzen solltest in deinem Leben..und ich verspreche dir, dass es dir besser gehen wird.

  1. Hör auf deine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund zu stellen! – Das hört sich jetzt erst mal recht egoistisch an. Aber besonders wenn du an einer chronischen Krankheit leidest, ist es sehr wichtig erst mal auf sich selbst zu hören und sich im diese Dinge zu kümmern. Nur dann findest du deinen persönlichen Rhythmus mit der Krankheit umzugehen, ohne dass dein Umfeld dich beeinträchtigt.
  1. Hör auf Zeit mit Menschen zu verbringen, die dir nicht guttun! – Der negative Stress anderer Menschen färbt sich automatisch auf dein Stress-Level ab, was wiederum Schmerzen auslöst. Deshalb meide Menschen, die dir diesen negativen Stress verursachen und konzentriere dich auf die Menschen, die dir guttun.
  1. Hör auf immer für alle da sein zu wollen! – Ich weiss aus eigener Erfahrung, „NEIN“ zu sagen fällt sehr schwer. Man ist ja sowieso schon immer der „Freak“, der mit der chronischen Krankheit und der immer ausfällt. Umso natürlicher ist der Wunsch es unserem Umfeld so recht wie möglich zu machen. Das ist aber nicht gut für unser Nerven-Level. Du musst lernen bewusst Nein zu sagen. Wir können nicht immer für alle da sein.
  1. Hör auf dich selbst zu betrügen! – Du bist krank, daran kann man nichts ändern. Du fühlst dich nicht großartig. Und wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, dann sag nicht einfach nur „ok“, sondern sei ehrlich. Auch mit dir selbst. Die Wahrheit ist, es geht dir nicht gut und du leidest an einer chronischen Krankheit. Je mehr du dich damit arrangierst, desto entspannter wirst du. Die Krankheit ist ein Teil deines Lebens. Es wird sicher nicht besser, wenn du dir immer wieder einredest dass alles in Ordnung ist, wenn es das nicht ist.
  1. Hör auf damit Zeit zu verschwenden, dich anderen immer wieder zu erklären! – Wahre Freunde, die wollen wirklich wissen, was mit dir los ist und die beschäftigen sich auch von alleine mit dem Thema Fibromyalgie, weil sie dich lieben und wissen wollen was dir fehlt. Dem Rest deines Umfeldes ist es eigentlich egal..so hart das auch klingt. Mach dir nicht die Mühe ihnen erklären zu wollen, warum es dir so schlecht geht. Die fehlende Reaktion und die nicht erfüllten Erwartungen werden dich nur runter ziehen.
  1. Hör auf an der Vergangenheit festzuhalten! – Du wirst nicht wieder dahin kommen wo du mal warst. Du wirst nicht mehr die Energie zurückbekommen. Mit Fibromyalgie haben wir neue Grenzen und in denen müssen wir lernen uns zu bewegen. Die Grenzen der Vergangenheit gelten nicht mehr. So ist das leider. Die Zeit ist nicht zurückdrehbar. Konzentriere dich vielmehr auf das was vor dir liegt.
  1. Hör auf dich von alten Fehlern runterziehen zu lassen! – Schuld ist unser ständiger Begleiter. Aber du musst aufhören Schulden der Vergangenheit weiter mit dir rumzutragen. Damit schadest du dir nur selber und vor allem deiner Gesundheit. Noch einmal: Konzentriere dich auf deine Zukunft und das was vor dir liegt. Lass Vergangenes hinter dir.
  1. Hör auf, auf andere eifersüchtig zu sein! – Eifersüchtig auf jemanden zu sein, geht sehr schnell…jemand ist schöner, schlanker, erfolgreicher, gesünder als ich… und schon bin ich eifersüchtig. Eifersucht frisst einen von ihnen auf und macht dich zu einem Menschen, der du eigentlich nicht sein willst. Und es schadet deiner Gesundheit. Konzentriere dich vielmehr auf das Gute. Denn wir können unserem Gegenüber auch nur von den Kopf schauen und wissen gar nicht, mit was er alles zu kämpfen hat oder welcher Grenzen er hat. Dieser Gedanke hilft dir vielleicht eifersüchtige Charakterzüge zu bekämpfen.
  1. Hör auf dich selbst zu bemitleiden! – Natürlich…wir alle bemitleiden uns manchmal selbst und brauchen das auch gelegentlich..aber bitte nicht länger als 5 Minuten. Und vor allem nur mit dir selbst. Und dann wieder Kopf nach oben…es gibt auch viele positive Dinge in unserem Leben trotz chronischer Krankheit. 😉
  1. Hör auf immer alles perfekt machen zu wollen! – Es ist in Ordnung nicht perfekt zu sein. Natürlich könnten wir ohne unsere Krankheit manche Dinge perfekter machen. Der Punkt ist aber, dass wir uns mehr auf die Realität konzentrieren sollten, statt auf Perfektionismus. Wenn ich mir immer wieder einrede ich versage oder ich könnte es eigentlich besser, stresst mich das und macht mich im Endeffekt nur noch kränker.

Das sind grundlegende Dinge, die du mit der Zeit an deiner Persönlichkeit verändern kannst. Sie werden dir etwas den Stress aus dem Leben nehmen und damit weniger Schmerzen erzeugen. Ganz ehrlich…mir gelingt das auch mal mehr und mal weniger. In den tiefen Abgründen meiner Depression mache ich meistens alle diese 10 Punkte gleichzeitig falsch. Und dann versuche ich wieder einen nach dem anderen umzusetzen. Mit der Zeit sehe ich dann wieder Licht am Himmel und komme zur Ruhe.

Was ist dein Punkt an dem du ab heute arbeiten möchtest?

Ich will mir wieder mehr vornehmen mich mehr auf die Menschen zu konzentrieren, die mir gut tun und mich nicht mehr von denen runterziehen lassen, die mich belasten. Mal sehen ob es mir gelingt. 🙂 Ich bin gespannt zu erfahren, was deine Ziele sind. Lass es mich wissen!

Ich bin nicht krank… Ich habe Fibromyalgie!

Ich bin nicht krank… Ich habe Fibromyalgie!

Mein Kampf gegen Fibromyalgie beginnt jeden Tag neu. Alltägliches wird zu einer Schlacht voller Gefahren und ohne zu wissen wo man als nächstes hingerät und was man als nächstes trifft. Ich befinde mich in einem Unendlichkeitskreis von Symptomen. Jedes Hindernis wird neu berechnet um das größtmögliche Risiko zu vermeiden…aber leider ist das Ergebnis nie vorhersehbar, egal wie hart ich es versuche.

Es gibt viele Symptome der Fibromyalgie. Dazu gehören:

– Chronische Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe oder Engegefühl

– Chronische schwere Ermüdung und verringerte Energie

– Schlaflosigkeit oder das Gefühl am morgen genauso müde zu sein, wie als man schlafen ging

– Steifheit nach dem Aufwachen oder nach langen aufhalten in einer Position

– Schwierigkeiten beim Erinnern, Konzentrieren und Durchführen einfacher mentaler Aufgaben („fibro fog“)

– Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Verstopfung

– Chronische Verspannungen oder Migräne-Kopfschmerzen

– Empfindlichkeit gegen Gerüche, Geräusche, helle Lichter, Medikamente, bestimmte Lebensmittel und Kälte

– Angst und Depression

– Taubheit oder Kribbeln im Gesicht, Arme, Hände, Beine oder Füße

– Ein Gefühl der Schwellung (ohne wirkliche Schwellung) in den Händen und Füßen

– Kiefer und Gesichtsschmerzen

– Costochondritis, Entzündung des Knorpels, die eine Rippe mit dem Brustbein verbindet

Ich kämpfe jeden Tag gegen Schmerzen und Müdigkeit. Das sind nicht einfach nur Kopfschmerzen oder ich bin nur ein bisschen müde…das ist ein Körper voller Schmerzen, wie wenn du eine heftige Grippe hast. Das ist eine Müdigkeit, wie wenn du 48 Stunden lang nicht geschlafen hast. Und das JEDEN TAG. Ein Tag an dem du krank im Bett liegst, kannst du ein wenig nachempfinden, was mein täglicher Alltag ist…so lebe ich.

Wie sieht der Alltag bei mir aus?

Die Schmerzen rasen durch meinen Körper, als wäre ich ein Flipperautomat. Meistens geht das über mehrere Stunden hinweg. Meine Beine fühlen sich an als wären 100-kg Gewichte daran festgeschnallt. Normalerweise habe ich keine Probleme zu laufen. Wenn es sich aber so anfühlt, als würde man eine Tonne Ziegelsteine mitschleppen, ist dass Laufen nicht mehr so leicht. Ein Acht Stunden Arbeitstag fühlt sich an wie ein Marathonlauf.

Die Liste könnte ich jetzt noch weiter ausführen. Gerade jetzt in diesem Moment des Schmerzes existiere ich, im Bett liegend, und versuche mich vom Dauerschmerz abzulenken. Und wie soll es morgen weitergehen? Wie schaffe ich es Arbeit, Alltag, Haushalt,… unter einen Hut zu bringen ohne am Tag darauf wie voll auszufallen?

Alles muss berechnet werden nach Energie und Grenzwerten. Eine falsche Berechnung kann einen wieder komplett für ein paar Tage umhauen. Ein täglicher Drahtseilakt mit dem Körper und seinen Möglichkeiten.

Wie soll man das jemandem erklären, der diese Krankheit und seine Auswirkungen auf den Körper nicht hat?

Das ist leider sehr schwer. Ich habe mich daran gewöhnt stets zu antworten: „Ich fühle mich nicht gut, danke der Nachfrage“, anstatt zu versuchen, einige der unzähligen Symptome, die ich ich in diesem Moment fühle, zu erklären.

Manchmal möchte der ein oder andere dann doch gern man wissen, warum ich gestern wieder „krank“ war. Meistens spiele ich dich Sacher herunter. Aber ein Teil von mir möchte die Wahrheit rausschreien. Aber wie soll man das anfangen? Oft höre ich „ die Freundin meiner Mutter hat das auch“. Aber im Endeffekt haben sie trotzdem keine Vorstellung davon WAS Fibromyalgie ist.

Es ist nicht einfach nur eine Krankheit wie Grippe, die man hat und dann wieder weg geht.

In Zukunft werde ich antworten: „Ich habe eine zentrale Störung des Nervensystems, die starke chronische Schmerzen und Müdigkeit verursacht.“ Das hört sich erst einmal krass an… aber das ist Fibromyalgie ja auch. Mein Ziel: Meinem Umfeld klar machen, was Fibromyalgie für Auswirkungen auf mein Leben hat. Es hat die Macht Leben zu zerstören. Es verursacht Probleme in meinem Körper, deren Behandlung von keiner Versicherung abgedeckt wird. Es macht aus meinen Freunden und meiner Familie Skeptiker. Es macht, dass Leute in meinem Umfeld denken ich bin ein Lügner und faul. Noch schlimmer…es macht mich das selbst glauben. Es versucht meinen Job, meine Beziehungen, meine Liebe und Leidenschaft für das Leben zu nehmen.

Und deshalb möchte ich dass alle wissen:

Ich bin nicht krank. Ich habe Fibromyalgie!

 

REISEN MIT FIBROMYALGIE – WIE??

REISEN MIT FIBROMYALGIE – WIE??

Ich liebe es zu Reisen. Fremde Länder und neue Kulturen kennenlernen. Unterschiedliches Essen genießen. Unterwegs zu sein. All das mag ich wirklich gerne. Leider ist das Reisen mit meiner Fibromyalgie-Erkrankung nicht so leicht.

Warum kann das Reisen mit Fibromyalgie kompliziert werden?

Naja, da wäre einmal, dass man nie wirklich weiss wie es einem am nächsten Tag geht. Was ist wenn ich ich unterwegs einen Schmerzschub bekomme? Oft habe ich auch einfach Angst, dass meine Kraft für eine anstrengende Reise nicht ausreicht.

Vor der Reise hat man Packstress bis man dann endlich im Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug sitzt. Meistens kommen vor der Reise noch irgendwelche Themen hoch, die noch dringend vorher geklärt werden müssen. Dann sitzt man endlich und es geht los. Aber je nachdem sitzt man ganz schön lang…was unseren Muskeln auch nicht wirklich guttut.

Endlich angekommen im Land der Träume hofft man dann, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Ich weiss nicht, wie es dir damit geht… aber ich brauche immer erst einmal ein bisschen Zeit mich auf die neue Umgebung einzustellen. Und leider ist es mir auch schon oft so ergangen, dass ich zur Ruhe gekommen bin und mein Körper dann erst recht angefangen hat zu schmerzen.

Heisst das jetzt ich sollte besser Zuhause bleiben und gar nicht wegfahren?

Viele, die an einer chronischen Krankheit leiden entscheiden sich dafür. Sie fühlen sich in ihrer eigenen Umgebung am wohlsten. Wissen was zu tun ist wenn der Schmerz kommt. Sind in ihrer Routine. Mir geht es oft nicht anders. Ich will zwar weg aber die Angst vor den Konsequenzen ist manchmal zu groß. Auch die Angst, dass ich die Reise dann gar nicht so genießen kann, wie ich das eigentlich möchte, da mich die Fibromyalgie in so vielen Dingen einschränkt.

Seit Monaten habe ich eine Reise nach Bolivien geplant. Du musst wissen, Bolivien ist von meinem Zuhause nicht ganz so weit weg. Aber nach eine Phase mit viele Schmerzen und Depressionen, habe ich mir diese Reise nicht zugetraut. Die Angst war zu groß.

Doch dann, habe ich mich doch anders entschieden. Gemäß meinem Lebensmotto: „Ich lasse mich nicht von meiner Krankheit beherrschen“ sind wir zum Busterminal und haben uns unsere Bustickets nach Bolivien gekauft. 4 Wochen waren wir in ganz Bolivien unterwegs.

Ich habe nicht nur viele tolle Naturwunder gesehen und lecker gegessen…ich habe vor allem eine wichtige Erkenntnis für mich herausrausgefunden, wie ich Reisen kann mit Fibromyalgie.

Meine besten Tipps hier für dich:

  1. Mit das Wichtigste ist eine gute Planung deiner Reise. Wo will ich hin? Wie komme ich dahin? Wie viel Aufwand bedeutet das für mich? Je mehr du über das Land oder den Ort kennst, desto entspannter wirst du sein. Weil du dann innerlich weisst, was dich erwartet. Ganz wichtig: Plane Tage ein an denen du dich ausruhen und entspannen kannst. Jeder ist da ja auch unterschiedlich. Ich zb gehe dann gerne auch wandern, bin aktiv unterwegs..aber das kann ich nicht jeden Tag machen, sonst bin ich schnell am Ende meiner Kräfte angelangt. Und dann kannst du deine Reise gar nicht so genießen. Aber überplan dich auch nicht. Mach dich nicht verrückt. Die beste Momente erlebt man auf Reise sowieso meistens dann, wenn man es nicht erwartet. 😉 Man muss sich nur drauf einlassen.
  2. Such dir eine Unterkunft, in der du dich wohlfühlst und du gut schlafen kannst. Schlaf ist für mich sehr wichtig. Nur wenn ich gut schlafe, habe ich genug Power für diese Reise. Wenn ich mich sicher fühle, dann bin ich entspannt. Und sollte ich Schmerzen bekommen, habe ich einen Ort an dem ich mich ausruhen kann. Woher weiss ich, welche Unterkunft gut ist? Hostelworld.de oder Booking.com ist voll mit Unterkünften und vor allem Bewertungen. Steht da zB. „Immer viele Leute“, „schöne Bar“, „tolle Stimmung“,..dann kann es sein, dass es in diesem Hostel eher laut werden kann und du nicht so deine Ruhe findest. Auf unserer jetzigen Reise waren kleine Familienunternehmen die besten Unterkünfte. Die Zimmer waren sauber und bequem. Es war nicht zu laut. Aber es gab trotzdem alles. Ausserdem versuch eine Unterkunft zu finden, die im Zentrum der Stadt oder des Ortes bist. So musst du nicht weit laufen um tolle Momente zu genießen.
  3. Achte auf deine Ernährung, auch wenn du unterwegs bist. Das ist für mich manchmal das schwierigste. Jeder andere, der Urlaub macht, der genießt dann richtig. Im Urlaub darf auch mal gesündigt werden..da ein Cocktail, Junkfood,…etc. Aber wir Fibromyalgie-Patienten dürfen uns keine Sünde erlauben. Denn jede Sünde ernähungstechnisch gesehen, kann einen Schmerzschub auslösen. Das bedeutet also, man sollte sich schon vor der Reise informieren, ob es in dem jeweiligen Land oder Ort genug Alternativen gibt. Wenn nicht, dann muss ich ggf etwas aus meiner Heimat mitnehmen. Ich habe mir zB Glutenfreies Brot mit nach Bolivien genommen und eine Müslimischung, damit ich immer etwas zum frühstücken hatte und nicht hungern musste. Meine erste Frage war immer, wo ist der nächste Markt um mir frisches Obst und Gemüse zu kaufen. Du willst ja im Urlaub trotzdem genießen und es gibt da viele Möglichkeiten. Und auch wenn das mit mehr Arbeit verbunden ist, zieh es durch. Nur mit der richtigen Ernährung hast du genügend Kraft für deine Reise.
  4. Hör auf deinen Körper und kenne deine Grenzen! Je nachdem hat man viele Angebote an Unternehmungen. Dort kann man gut wandern, der Strand ist schön zum schwimmen, hier kann man noch eine Tour machen. Das kann aber manchmal auch zu viel werden. Man kann leider nicht alles mitnehmen, vor allem wenn man auf seine Kräfte achten muss so wie wir. Das kostet natürlich manchmal auch was NEIN zu sagen zu einer tollen Tour. Aber nur wenn du dich innerhalb deiner Kraftgrenzen hältst, wirst du deine Reise genießen können. Also höre auf die kleinen Zeichen, die dir dein Körper schickt. Und gib ihm genug Zeit sich zu entspannen. Am nächsten Tag hast du dann wieder Reserven für ein neues Abenteuer.

Das waren jetzt einige Tipps, die mir in dieser Reise besonders geholfen haben. Und ich konnte die Reise gerade deshalb absolut genießen. 🙂 Natürlich reist jeder unterschiedlich, hat andere Vorstellungen von Erholung und Abenteuer. Ich liege auch manchmal einfach gerne 2 Wochen am Strand und mache nichts. Aber auch bei dieser Art Urlaub, muss man sich an gewisse Regeln halten, um seinen Körper schmerzfrei und fit zu halten.

Wie sieht dein Urlaub aus? Was unternimmst du gern? Hast du auch noch tolle Tipps für meine nächste Reise?

Ich freue mich auf deine Gedanken. 🙂

Stefanie

Die besten 5 Akut Tipps gegen den Schmerz

Die besten 5 Akut Tipps gegen den Schmerz

Jeden Tag Schmerzen…das zermürbt auf Dauer. Ich führe seit 16 Jahren einen erbittenden Kampf gegen den Feind Fibromyalgie und die damit verbundenen Schmerzen.

Dabei bin ich immer wieder auf die verschiedensten Hilfsmöglichkeiten gestoßen.

Hier findet ihr meine Top 5 der besten Anti-Fibromyalgie-Schmerz Hilfen OHNE CHEMIE:

  1. BEWEGUNG

Ich weiss, dass kling erst einmal komisch… Bewegung und Schmerzen..wie soll das klappen!? Aber tatsächlich ist bei einem Fibromyalgie-Schub leichte Bewegung eine der besten Schmerztherapien.

Was wären das für Bewegungen? Ein leichter Spaziergang, einfache Pilates-Übungen, Yoga, Schwimmen,tanzen, Radfahren..all das regt deinen Körper an und macht deine Muskeln geschmeidiger, was automatisch dazu führt, dass die Schmerzen erträglicher werden. Die Muskeln entspannen sich, du kannst die freier bewegen und leben.

  1. ERNÄHRUNG

Hält dein Schmerzschub länger an, dann überlege was du akut an deiner Ernährung ändern kannst. Bei mir bewirkt eine sofortige Ernährungsumstellung Wunder. Was bedeutet das? Verzichte komplett auf tierisches Eiweiss, Zucker und Gluten. Wenn es geht ernähre die für eine Zeit komplett Vegan. Ich habe einmal einen ganzen Monat nur Rohkost gegessen und war schmerzfrei. Und das sage nicht nur ich…es gibt viele Studien darüber. Mehr Infos über Ernährung findest du auf meiner Seite.

  1. VITAMIN-D

Vitamin-D wird inzwischen als ganzheitliches Konzept in der Fibromyalgie-Therapie eingesetzt. Warum gerade Vitamin-D!? Unser Körper steht unter Stress…Vitamin-D hilft akut gegen die morgendlichen Spannung und die Müdigkeit. Fibromyalgie-Patienten haben an verschiedenen Studien teilgenommen und nach Zugabe von Vitamin-D eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebensqualität verspürt. Sprich das doch auch mal mit deinem Arzt ab. 🙂

  1. ENTSPANNEN

Auch das ist nicht immer leicht…bewusst entspannen. Aber es gibt einige sehr gute Hilfsmittel. Manchmal reicht eine heisse Dusche oder ein warmes Bad mit Ölen, die die Muskeln entspannen. Regelmäßige Massagen können dazu beitragen, dass deine Muskeln entspannen und du ein wenig schmerzfreier durch den Tag gehst. Warum nicht deinen Freund oder den Ehepartner fragen, ob er das übernimmt? Das stärkt dann auch die Zweisamkeit. 😉 Dann gibt es natürlich auch noch Entspannungstechniken wie zB nach Jacobsen, Atemübungen,…regelmäßig angewendet, helfen sie dir akut dich zu entspannen was automatisch dazu führt, dass du weniger Schmerzen hast.

     5. SCHÜSSLER-SALZE

Hast du schon etwas vom Fibromyalgie-Schema gehört? Das sind bestimmte Schüssler-Salze, die du regelmäßig einnimmst und die deine Schmerzen lindern. Natürlich gibt es auch Akut-Mittel wie die Nr.7. Eine heisse 7 getrunken, hilft mir persönlich sehr. Die Muskeln entspannen sich, die Schmerzen werden ein wenig gelindert und es ist erträglicher. Mehr Infos über die Basistherapie mit Schüssler-Salzen findest du hier.

Ich hoffe, du hast etwas für dich finden können.

Hast du noch weitere Tipps, die dir persönlich geholfen haben? Dann freue ich mich wenn du mir schreibst. 🙂 Zusammen kämpft es sich leichter!

Deine Stefanie

Fibromyalgie und der Schmerz

Fibromyalgie und der Schmerz

Eigentlich ist er immer da…der Schmerz. Ein ständiger Begleiter unseres Alltags. Schon morgens beim Aufwachen weiss man, wie dieser Tag ablaufen wird. Entweder einigermaßen erträglich oder voller Schmerz. Ganz weg ist er nie.

Wie läuft ein schmerzvoller Tag ab?

Morgens ist es am schlimmsten…die Beine, der Rücken, Nacken, Arme, Schultern…alles schmerzt. Meistens will ich an so einem Tagesbeginn einfach nur im Bett bleiben. Aber dann quält man sich doch aus dem Bett, versucht die Muskeln etwas zu bewegen und aktivieren. Leichte Übungen helfen da sehr gut, ein wenig Bewegung oder ein kurzer Spaziergang wirken Wunder.

Habt ihr auch schon solche oder ähnliche Erfahrungen gemacht?

Nun..bei einem starken Schmerzschub ist das natürlich nicht immer so leicht. Es kostet mich sehr viel Überwindung mich zu bewegen. Wenn der Fibromyalgie-Schub dich einmal im Griff hat, dann lässt er so schnell nicht los. Über den Tag gesehen versuche ich immer mal wieder etwas aktiv zu tun, um mich positiv abzulenken…arbeiten, Haushalt, mich um meine Tiere kümmern,…aber ich muss mich immer wieder hinlegen. Das macht es für uns Fibromyalgie-Patienten so schwer den normalen Alltag zu meistern. Teilweise, ist dass kaum bis gar nicht möglich.

Das wiederum affektiert unsere Psyche und unser Umgang mit unserer sozialen Umgebung

Familie, Arbeit, Ehepartner, Freunde– alle leiden mit wenn wir Schmerzen haben!!

Was kann ich denn tun, damit ich weniger Schmerzen habe und mein Leben etwas erträglicher und schöner wird?

Hier findest du die 5 besten Anti-Fibromyalgie-Schmerz Tipps!

Es gibt Möglichkeiten mit dem Schmerz umzugehen..auch für DICH 🙂

Deine Stefanie