Fibromyalgie-Ernährung ist ein Thema das uns alle bewegt. Jeder sieht das immer ein bisschen anders. Der eine schwört auf vegane Ernährung, jemand anderes schüttelt darüber den Kopf und sagt, Fleisch und tierische Protein seien wichtig für den Körper.

Was ist denn nun richtig? Kann ich essen was ich will?

Klar kannst du das…Ernährung ist eine persönliche Sache…aber auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. Und gerade bei Fibromyalgie kann die richtige Ernährung erwiesenermaßen dazu beitragen, dass es dir besser geht. Bei mir hat schon oft die falsche Ernährung einen Fibromyalgie-Schub ausgelöst.

Welche Ernährung löst einen Fibro-Schub aus und welche Ernährung tut mir gut?

Natürlich ist das alles auch sehr individuell zu sehen… der eine hat vielleicht tatsächlich mehr zusätzliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten als der andere. Aber es gibt einige grundsätzliche Regeln die die helfen, dass es dir besser. Teilweise sogar recht schnell innerhalb eines Schmerzschubes.

Welche Regeln können dir helfen eine ausgeglichene Fibromyalgie-Ernährung zu finden?

  1. Ess wenig bis gar kein tierisches Eiweiss. Versuche mal einige Wochen komplett auf tierisches Eiweiss zu verzichten. Ich kann die jetzt schon sagen, dass es dir nachweislich besser geht. Woran liegt das? Vor allem Fleisch hat eine Säure, die sich negativ auf deine Muskeln auswirkt. Dein Körper ist nicht mehr basisch… Die Folge: Schmerzen in deinen Muskeln. Ernährst du dich basisch, ohne Fleisch und sonstige tierische Eiweisse, geht es dir besser. Ganz einfach. Fällt es dir schwer auf Fleisch zu verzichten, dann konzentriere dich nur auf weisses Fleisch wie Geflügel und Fisch und lass rotes Fleisch weg.
  1. Probiers mal mit Glutenfrei. Ich bin da mal im Internet auf einen Erfahungsbericht einer Fibromyalgie-Patientin gestoßen, die bei einem Selbststest gemerkt hat, wie gut es ihr ging, als sie Gluten wegließ. Sie hatte natürlich auch einen Bluttest beim Arzt gemacht, aber sie hatte keine erhöhten Werte. Da hab ich mir gedacht, dass probiere ich auch mal aus. Der Bluttest war auch bei mir negativ. Aber schon nach einer Woche ohne Gluten, ging es mir erheblich besser. Ich war wacher, konzentrierter, nicht mehr so depressiv und gereizt…und ich hatte weniger Schmerzen. Mein Mann hat damals zu mir gesagt, er hat seine „alte“ Frau wieder. 😉 Seit 2 Jahren ernähre ich mich nun komplett Glutenfrei. Sündige ich, spüre ich das auch…und zwar sehr schnell. Warum geht es mir besser wenn ich Gluten weglasse? Das findet ihr in meinem Artikel Glutenunverträglichkeit – Nur ein Modetrend oder doch real?
  1. Der liebe Zucker... Ja, ich weiss das will niemand hören. Ganz ehrlich, mir fällt das auch sehr schwer…ich liebe alles was Zucker enthält…Schokolade, Kuchen, Gummibärchen. Aber leider ist es wirklich so, dass vor allem raffinierter Zucker unserem schon geschwächten Körper gar nicht guttut. Was gibt es für Alternativen? Stevia, Honig, brauner nicht behandelter Zucker. Auch hier kannst du einen Selbststest vornehmen und schauen, wie gut es deinem Körper geht, wenn du Zucker weglässt.
  1. Hast du Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Dann lass alles weg was du nicht essen darfst. Du unterstützt deinen Körper wenn du stark bleibst und ihn nicht mit Nahrung belastest, auf die er negativ reagiert. Ich habe zB eine Lactoseunverträglichkeit. Und ich muss ehrlich sagen, mir fällt das nicht leicht komplett auf Milch zu verzichten. Aber es geht mir einfach besser, wenn ich es weglasse….so ist das leider.
  1. Verzichte auf Genussmittel aller Art. Kaffee, Alkohol,..all das belastet deinen Körper enorm. Auch das ist für mich alles andere als easy. Ich liebe meinen Kaffee am morgen und mein Glas Wein am Abend. Wenn ich einen Fibromyalgie-Schub habe, lass ich das alles komplett weg und helfe so meinem Körper schneller ins Gleichgewicht zu kommen. Zudem versuche ich Alkohol nur am Wochenende zu trinken.

Das waren jetzt ein paar Tipps wie du dir und deinem Körper sehr schnell helfen kannst.

Nicht umsonst heisst es: Sag mir was du isst und ich sag dir wer du bist. Eine gute Ernährung ist absolut wichtig und unterstützt uns in unserem Kampf auf ein angenehmeres und schmerzfreieres Leben.

Hast du noch mehr Tipps? Dann immer her damit… 😀