Fibromyalgie?? Bitte nicht!

Ist es dir auch so gegangen? Man hört zum ersten Mal „Fibromyalgie“….vielleicht von einem Arzt oder von einer Freundin. Und dann googelt man das Wort. Vielleicht unter „Fibromyalgie Syndrom“ oder „Fibromyalgie Symptome“…. und man wird überschüttet mit den unterschiedlichsten Informationen und Erklärungen. Da steht dann sowas wie:

„Leider kann die Frage “ was ist Fibromyalgie?“ nicht immer abschließend beantwortet werden. Dabei handelt es sich nicht um eine rheumatisch-entzündliche Krankheit der Gelenke oder Muskeln und auch nicht um Schmerzen, die durch Verschleißung entstehen. Lange galten daher Betroffene als eingebildete Kranke oder mussten mit der Annahme kämpfen, ihre Symptome wären ein reiner Ausdruck einer Depression oder ähnlichem. Allerdings ist diese Hypothese inzwischen widerlegt, auch wenn die Psyche tatsächlich eine zentrale Rolle bei der Enstehung der Krankheit spielen kann. Die hohe Belastung, die mit dem schweren Krankheitsverlauf einhergeht, kann Depressionen und Ängste tatsächlich begünstigen…..“

Was soll das denn bitte???!

Und dann wird teilweise mit Gesundheits-Latein um sich geworfen und ich verstehe nur noch Bahnhof!

Mal ganz ehrlich…befinden wir uns gerade in einer Nebel-Schmerzphase, dann macht es echt keinen Spass solche Erklärungen zu lesen, oder!?? Man will weder „unheilbar“ lesen, noch die ganzen Symptome…denn im Grunde seines Herzens weiss man…DAS BIN GENAU ICH…das sind ALLES meine Symptome.

Also ich bin hab Depressionen bekommen als ich Fibromyalgie gegooglet habe. Geht es dir auch so?

Du bist vielleicht deshalb auf meinem Blog gelandet… du hast nach Antworten über Fibromyalgie gesucht…nach Hilfe.
Und ich möchte nicht, dass du in eine Depression fällst….sondern Hoffnung schöpfst und dich nicht alleine fühlst.
Also hier die Beschreibung „Was ist Fibromyalgie“ mal ohne kompliziertes Fachchargon…aus der Sicht eines Fibromyalgiepatienten…aus meiner Sicht.

Was ist Fibromyalgie? Anzeichen und Symptome:

Es sind nicht nur die Schmerzen in Muskeln und Gelenken..bei mir insbesondere im Nackenbereich, Schulter, Hände, Beine und Füße,… sondern auch der tägliche Kampf gegen Müdigkeit, Erschöpfung und Depressionen. Ich fühle mich wie in einem Nebel gefangen… kann mich nicht mehr konzentrieren, nicht denken geschweige mich zu irgendwas aufraffen.

Zusätzlich habe ich sehr oft mit Kopfschmerzen und Migräne zu kämpfen, Reizdarmsyndrom, verschiedene Allergien wie Lactose und Glutenunverträglichkeit.
Lange Zeit hatte ich schlimme Schlafstörungen. Das heißt ich konnte abends nicht einschlafen. Ich habe mich eigentlich die meiste Zeit in einer Art Dämmerzustand befunden.

Hast du schon einmal etwas von Restless-Legs gehört? Auch das kann ein Symptom von Fibromyalgie sein. In meinen schlimmsten Zeiten wusste ich Nachts nicht wohin mit meinen Beinen. Ich konnte sie einfach nicht ruhig halten.

Jetzt erzähle ich dir die ganze Zeit etwas von Symptomen… aber was ist denn der Auslöser der Fibromyalgie?
Dazu könnt ihr noch mehr lesen in meinem Beitrag  – Fibromyalgie und der Auslöser –

Auslöser für Fibromyalgie:

Es gibt Experten, die vermuten, dass die Hauptursache der Fibromyalgie eine Störung in der Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem ist. Und deshalb reagieren wir überempfindlich auf gewisse Reize. Allerdings ist immer noch nicht geklärt, ob das tatsächlich die Ursache der Erkrankung ist oder nur eine Folge. Leider nicht einfach das Ganze..

Vor kurzem wurde bei verschiedenen Tests an Fibromyalgie Patienten festgestellt, dass die kleinen Nervenfasern im Muskelgewebe verändert waren. Auch das kann ein Grund für die erhöhte Schmerzempfindlichkeit sein. Allerdings ist noch nicht belegt, ob das bei allen Fibromyalgie Patienten der Fall ist.

Leider ist aber ein Fakt belegt… Fibromyalgie ist unheilbar. Wir haben diese ganzen eben beschriebenen Symptome -mal mehr mal weniger… immer wieder kommend in Schüben.

Mit Fibromyalgie leben – aber wie?

Ich möchte dich aber jetzt nicht runterreißen..nein…man kann es schaffen trotz all dieser Symptome ein Leben zu führen das Spass macht. Können wir uns dabei gegenseitig helfen?
Es liegt immer auch an uns selbst von welcher Seite wir beide die Dinge betrachten… halten wir uns mit der negativen Diagnose auf? Mit all den schmerzhaften Symptomen?

Oder schaffen wir es zusammen etwas zu verändern? Unser Leben und unsere Einstellung? Vielleicht können wir zusammen sogar anderen helfen besser mit ihrer chronischen Krankheit zu leben? Das ist jedenfalls mein Ziel.. ich freue mich wenn Du mich ein Stück begleitest. 🙂